Männergesundheit

Bereits vor Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, dass Vorsorge und Behandlung von Männern in Zukunft immer wichtiger werden. Die Gesundheits- und Lebenserwartung des Mannes soll im 21. Jahrhundert an die der Frau angeglichen werden. Männergesundheit - dieser Begriff ist gewöhnungsbedürftig. Manches Fremdwort ist spontan verständlicher, weil häufiger in Gebrauch. "Prostata", "Potenz" und "Spermienqualität" waren bis Anfang der 90er Jahre die einzigen Stichwörter zum Thema Männergesundheit. Was also ist damit gemeint, wenn ich die "Gesundheit des Mannes" bereits zum dritten Mal im GESUNDHEITSFORUM zum Thema wähle?

Die harten (statistischen) Fakten sind: Männer sterben früher! Bis zum Alter von 65 Jahren sterben Männer fünfmal häufiger an Herzinfarkt, dreimal häufiger an tödlichen Verkehrsunfällen, fast dreimal häufiger an AIDS, fast dreimal häufiger an Lungenkrebs, fast dreimal häufiger an Selbstmord, zweimal häufiger an Leberzirrhose, 1,4 mal häufiger eines gewaltsamen Todes im Vergleich zu Frauen.

Die Frage bleibt: warum? Warum sterben Männer in den Industrienationen um sieben Jahre früher als Frauen - mit zunehmender Tendenz? Jedem von und fallen spontan zahlreiche Gründe ein, doch den wahren Grund kennt eigentlich niemand.

Genetiker sehen Vorteile bei den Frauen wegen des doppelten X- Chromosom. Das gewähre Frauen dank eines bestimmten Gens einen doppelten Schutz gegen Krebs. Andere Forscher sehen den Mann vor allem hormonell als benachteiligt an: MANN fehlt eine ausreichende Menge des schützenden Anti-Stress Hormons Östrogen, das bei Frauen -zumindest bis zur Menopause - Herz, Hirn und Knochen fit hält. Auch die Produktion des jung erhaltenden Wachstumshormon Somatropin, das unter anderem als Doping-Mittel Schlagzeilen machte, geht bei Männern im Alter stärker zurück als bei Frauen. Das den Biorhythmus steuernde Melatonin, das in letzter Zeit als Wunderdroge gefeiert wurde, ebenso.

Noch am besten erforscht ist das Schwinden der Sexualhormone im Alter. Während die Hormonproduktion bei Frauen in den Wechseljahren vergleichsweise abrupt endet, verringern sich bei Männern die Sexualhormone eher allmählich über viele Jahre.
Aber während bei den Frauen der Hormonersatz in den Wechseljahren zum medizinischen Alltag gehört, hinkt die Praxis bei den Männern rund 25 Jahre hinterher. Männer leiden in der zweiten Lebenshälfte - etwa ab dem 40.Lebensjahr - unter hormonellen Veränderungen, doch während Frauen in den Wechseljahren selbstverständlich Östrogenpräparate verschrieben bekommen - das gleiche gilt im übrigen für die Osteoporoseprophylaxe - steckt die Hormonersatztherapie bei Männern noch in den Anfängen. Nur selten wird z.B. das Testosterondefizit mit Hilfe von Medikamenten ausgeglichen.
Bei Potenzproblemen "kneifen" Männer oder finden keinen kompetenten Ansprechpartner.

Frauen haben frauenspezifische Beschwerden, das ist richtig. Völlig zu Recht gibt es deshalb eine eigene medizinische Fachrichtung, die Frauenheilkunde. Bundesweit praktizieren knapp 15000 Frauenärzte. Einen Männerarzt jedoch sucht man meist vergebens.
Brauchen wir deshalb eine neue Medizin für Männer? Das Problem lautet:
Wie bewegen wir Männer dazu, die großen Chancen der Krebsfrüherkennung zu nutzen? - am besten zeitgleich mit der Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchung "auf Herz und Nieren"!

Meine Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis lauten:
1. MANN akzeptiert die medizinische Untersuchung auf PSA (prostataspezifisches Antigen) mittels Blutentnahme eher als die „Tabu“ - beladene rektale Untersuchung.
Notwendige nachfolgende Maßnahmen werden erleichtert.
2. Zunehmend könnte auch das Internet ein Weg zum Herz und Verstand von Männern – meist Computerfreaks - sein
3. MANN ist am ehesten zur Vorsorge motivierbar, wenn er auf seine nachlassende Leistungsfähigkeit in Beruf und Privatleben angesprochen wird.
4. FRAU hat einen wesentlichen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten ihres Mannes.
Die Begründung lautet: fahrlässiges oder ignorantes Gesundheitsverhalten des Mannes kann zum Schaden der gesamten Familie führen.
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Beklagt wird seit Jahren das Kardinalproblem: zu wenige Männer (aber auch Frauen) nutzen die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen. Die Früherkennung auf Krebs (insbesondere auch Darmkrebs) wird sträflich vernachlässigt. Hier muss aktiver aufgeklärt und geworben werden. Studien über Männergesundheit sind weltweit rar - Österreich und die Schweiz zum Beispiel sind uns voraus: denn einen Männergesundheitsbericht, den gibt es in Deutschland nicht.

Ganz offensichtlich sind Akzente falsch gesetzt im Gesundheitswesen und im alltäglichen Medizinbetrieb. Es mangelt an Grundlagenforschung auf diesem Gebiet. Für die Erforschung typisch weiblicher Tumoren, wie zum Beispiel Brustkrebs, wird wesentlich mehr Geld ausgegeben als für typisch männliche Krebsarten wie Magen-, Bronchial- und Prostatakarzinom, obwohl diese häufiger sind. An Prostatakrebs erkranken jedes Jahr 31 600 Männer, jedoch befasst sich nur ein einziges von der Deutschen Krebshilfe unterstütztes Projekt mit dem Prostatakrebs.
29 Projekte haben dagegen den Brustkrebs zum Thema, an dem jährlich rund 46 300 Frauen erkranken. Ohne Zweifel ist der Kampf gegen den Brustkrebs absolut notwendig. Aber im Vergleich dazu sind die Forschungsaufwendungen zur Bekämpfung des Prostatakrebses viel zu niedrig. Wir brauchen einen "Männerarzt", der Männer - wie der Frauenarzt die Frauen - von der Jugend bis ins Alter regelmäßig betreut, untersucht und behandelt. In dieser Hinsicht kann MANN sich FRAU zum Vorbild nehmen!

Übrigens: Wussten Sie, dass ein 30 jähriger Mann mehr Östrogene hat als eine 60 jährige Frau? Denn: Mann und Frau haben dieselben Hormone - bekannt sind ca. 25 - lediglich die Menge ist unterschiedlich. Die Ausgewogenheit also bestimmt den Alterungsprozess.
Und ein weiteres: aus ärztlicher Sicht geht es mir eindeutig nicht darum, gesundheitliche Interessen eines Geschlechts gegen das andere auszuspielen. Vielmehr sollten die unterschiedlichen Bedürfnisse und Voraussetzungen wahrgenommen werden.

Ärzte aller Fachrichtungen wollen Ihnen, meine Damen, bis ins hohe Alter einen gesundheitlich fitten Mann zur Seite stellen.
Wir alle - Männer und Frauen, nicht zuletzt die behandelnden Ärzte - können Maßstäbe setzen und das Land Bremen zum Vorreiter für Männergesundheit machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihre Gesundheit alles Gute
Ihr Wolfgang Woynar


Männergesundheit

Die vier Säulen der Gesundheit des Mannes:
Bewegung, Ernährung, Denken, Hormone


Bewegung:
Laufen Sie sich fit! - gleichförmig und regelmäßig! (Wandern, Laufen, Joggen, je nach Alter, körperlicher Verfassung, Trainingszustand und Können.)
Ernährung: essen Sie sich gesund! - ausgewogene Kost!, vorwiegend Kohlenhydrate, Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und wenig tierische Fette.
Denken: denken Sie sich jung! Gesund trotz Stress - gekonntes Stressmanagement.
Hormone: nur, wenn Defizite bestehen und wenn es nicht gelingt durch Bewegung, Ernährung und Denken die körpereigene Hormonbildung zu aktivieren!

Ernährung:
Gesunde Ernährung auf der Basis einer mediteranen Kost ist keine Zauberei, sondern problemlos umsetzbar. Trotzdem fällt es besonders Männern schwer, liebgewordene Gewohnheiten zu ändern. Häufig besteht bei Männern die Einstellung "lieber kurz und gut, als länger und schlechter leben". Der Preis für eine vermeintlich höhere Lebensqualität ist jedoch die geringere Lebenserwartung! Aber: eine Ernährungsumstellung muss nicht zwingend eine Einbuße der Lebensqualität bedeuten. Bei allen Ernährungsempfehlungen ist es besonders wichtig, die Kost individuell abzustimmen - die Erfahrung lehrt: gemeinsam mit der Lebenspartnerin.
Strenge Diätregime sind unsinnig. Vor allem dann, wenn Lebensfreude genommen wird. Viel wichtiger ist es durch detaillierte Aufklärung zu überzeugen. Hier zeigt sich, dass gerade Männer dann auch bereit sind etwas zu ändern.
Ernährung spielt sowohl bei der Prävention, als auch bei der Therapie von Krankheiten eine nicht unerhebliche Rolle.

MERKE:
1. Der Energiebedarf ändert sich mit dem Älterwerden 2. Die tägliche Fettmenge sollte bei ca. 30 - 35% der Kalorien liegen. Der Feind heißt Fett, wenn es nicht verbrannt wird! Fett macht dick, verklebt die Gefäße und verlangsamt die Gehirnströme. Meiden Sie tierische Fette: Schinken statt Wurst, Pflanzenöle erlaubt, Handkäse und Hüttenkäse bevorzugen.
3. Kohlenhydrate sollten vorwiegend in komplexer Form, mit einem hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen verzehrt werden. Essen Sie genügend Eiweiß, täglich Hülsenfrüchte und Wurzelgemüse, täglich Getreide. Fisch oder mageres Fleisch (Wild, Pute) mindestens zweimal pro. Essen Sie ausreichend Obst.
4. Der tägliche Eiweißbedarf eines älteren Menschen liegt bei knapp 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Der Grundbaustein Eiweiß fördert Leistungsfähigkeit und Kreativität: 22 Aminosäuren bilden Muskeln, Knochen, Hormone und das Immunsystem.
5. Der empfohlene Kalziumbedarf von 800-1000mg pro Tag lässt sich schon mit 150g Fruchtjoghurt, 250ml fettarmer Milch und 2 Scheiben (60g) fettarmen Schnittkäses decken.
6. Das Durstempfinden älterer Menschen lässt deutlich nach. Trinken Sie ausreichend Mineralwasser. Die tägliche Flüssigkeitsmenge beträgt mindestens 2 Liter.
7. Meiden Sie den schnellen Zucker.
8. Meiden Sie den täglichen Alkohol. Alkohol beeinflusst die Resorption und den Stoffwechsel verschiedener Vitamine und Nährstoffe. Besonders bei erhöhten Fetten, erhöhter Harnsäure und bei Leber- und Pankreaserkrankungen spielt Alkohol eine fatale Rolle. Gegen ein "Gläschen in Ehren" ist jedoch bei ansonsten stoffwechsel- und lebergesunden Personen nichts einzuwenden.
9. Verzichten Sie einmal pro Woche auf das Abendessen.
10. Nahrungsergänzung pro Tag im Alter mindestens : 500mg Vitamin C, 400mg Vitamin E, 33mg, Magnesium, 15g Zink, 60ug Selen.

Bewegung ist die beste Medizin für...
Stoffwechsel - senkt Cholesterin und Fette Sauerstoffbindung - 1000% mehr Mitochondrien - mehr Kraftwerke Herz-Kreislauf - der Ruhepuls sinkt Stresshormone - Cortisol wird abgebaut Kreativität - ACTH baut Fett ab Glückshormone - mehr Endomorphine Appetit - Insulinspiegel sinkt Immunsystem - wird leistungsfähiger Gefäßsystem - bessere Durchblutung Gewicht - sinkt, Gelenke werden entlastet

Gesund trotz Stress:
Die Macht der Gedanken, die unser Denken blockieren, stellen Entwicklungsbremsen dar. Beispiele: Furcht und Angst, zornige Erregbarkeit, Neid und Missgunst, Engstirnigkeit, Trauer und Verzweiflung, Misstrauen, Selbstgerechtigkeit, Frust.
Denken Sie sich gesund!

Stressbewältigung:
Entspannung: "abschalten" ist schwierig, geht manchmal gar nicht. Besser: "umschalten".
Wichtig: Üben Sie, wenn es Ihnen gut geht!
In Stresssituationen können Sie "Ruhe finden" nicht erlernen. ( lesen, Musik hören, beten.) Mentaler Stress, das meint: negative Gedanken - dunkle Wolken, das Gefühl "das geht schief", ständiger Vergleich mit Besseren . Pessimisten, das sind diejenigen, die von zwei schlechten Alternativen immer beide wählen, nach dem Motto:
Alle können etwas - nur ich nicht. Bekannt ist die "Angst des Torschützen beim Elfmeter". Besser sind positive Gedanken: Jeder kann etwas, weswegen man ihn achten soll. Der Optimist sieht in jeder Schwierigkeit eine Chance; der Pessimist, weiß immer ganz genau, warum es nicht geht.

Vorsorge lohnt sich!
Prostatahyperplasie (BPH) und Prostatakarzinom (PCa) Die Prostata stellt keine einheitliche Drüse dar. Mehr als 70% aller Prostatakarzinome entstehen in der peripheren Zone. Das prä-prostatische Segment ist "Sitz" der BPH, sowie 10% aller Prostatakarzinome.
Histologisch ist die BPH (Vergrößerung der Prostata über 25g) bei 20% der über 40jährigen, bei 70% der über 60jährigen, bei mehr als 80% der über 70jährigen nachweisbar.
Ähnliche Zahlen ergeben sich für die Reduktion des Harnstrahls.
Prostatakarzinom: Das Risiko, an Prostatakarzinom zu erkranken liegt bei etwa 10%. Die Wahrscheinlichkeit, ein PCa zu tragen lässt sich für 60jährige zu etwa 30%, für 80jährige bis 80% bestimmen.
Zur Diagnostik kommen neben der rektalen Untersuchung, Harnstrahlmessung, Sonographie, Zystoskopie und Urographie zum Einsatz. Wichtig die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut, eventuell die Biopsie transrektal.
Zur Therapie fragen Sie bitte Ihren Hausarzt oder Urologen.

Successful aging:
jährliche Kontrollen beim Hausarzt "auf Herz und Nieren" (Untersuchung, Labor, Impfstatus)!
Use it or loose it! Das gilt für Gehirn und Muskeln!
Höre nie auf zu lernen!
Nur wer psychische und mentale Funktionen ständig benutzt bleibt gesund!
Ein aktives engagiertes Leben schützt vor Krankheit und Siechtum!

Tägliche Anwendung sichert den Erfolg!

Ihr Wolfgang Woynar

FA Allgemeinmedizin - Sportmedizin


Männergesundheit
Männerkrankheiten - Altersgruppe ab 50 Jahren

Antriebsarmut - zeitweise - ist ganz normal.
Aber Motivationsmangel über längere Zeit kann möglicherweise ein Hinweis auf Hormonmangel sein.

Darmkrebs:
Drei typische Anzeichen für Darmkrebs:

• drastischer Gewichtsverlust ohne eine plausible Erklärung.
• eine plötzliche Veränderung der Stuhlgewohnheiten.
• häufig gleichzeitiger Abgang von Darmwinden und Stuhlgang

Prostatavergrößerung Um das 50. Lebensjahr herum beginnt häufig die Vorsteherdrüse durch ein gutartiges Wachstum die Harnröhre einzuengen. Die Folgen sind im Extremfall ein verzögerter Beginn des Wasserlassens, häufiger Harndrang, verminderter Harndruck.
Rat: gehen Sie unbedingt zu Ihrem Hausarzt und lassen Sie jährlich die kostenfreie Krebsfrüherkennung durchführen. Lassen Sie sich die Behandlungsoptionen erklären: Phytopharmaka, synthetische Arzneimittel, Operation mit Laser, Ultraschall. Lassen Sie Prostatakrebs ausschließen durch den Tastbefund, eventuell durch Ultraschall und die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut.

Weitere Hinweise:
Für Gesundheitseinschränkungen können in diesem Alter Vergesslichkeit
("Haben Sie schon mal Ihre PIN- Nummer vergessen?") und Schlafstörungen sein.


Männergesundheit - 2. Teil

Liebe Leserinnen und Leser,

Männer erleben - wie Frauen - eine altersabhängige Veränderung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Symptome wie nachlassendes Gedächtnis, verminderte Konzentration, zunehmende Nervosität, Depressivität, Schlafstörungen, Attacken von unmotivierten Schweißausbrüchen, Knochen-, Muskel- und Gelenkbeschwerden und eine Reduktion der Muskelmasse sind bekannte Erscheinungen.
Dieses fordert Diskussionen unter anderem über die Indikation zur Hormonsubstitution beim Mann, die bei Frauen seit 30 Jahren mit Erfolg zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt wird.
Zurzeit laufen Versuche, alle fachübergreifenden Gesichtspunkte der ärztlichen Betreuung älterer Männer praxisnah herauszuarbeiten, um Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Eine kritische Bestandsaufnahme ist notwendig und überfällig.
"Life Style -Medizin" kann seriöse wissenschaftlich fundierte Medizin, die zurzeit noch keine fertigen Konzepte bieten kann, nicht ersetzen. Ziel muss es sein, für den Mann in der zweiten Lebenshälfte medizinische Strategien zu erarbeiten, damit MANN in Würde geistig und körperlich mobil alt werden kann.

Prävention ist keineswegs gleichzusetzen mit Hormonsubstitution. Prävention besteht in erster Linie in der Kenntnis der eigenen Lebens-, Genuss- und Essgewohnheiten und deren Auswirkungen auf Krankheitsrisiken sowie gegebenenfalls der Erkenntnis, diese zu korrigieren. MANN spielt also insofern eine aktive Rolle, als er ein Verhalten entwickelt, das seine Gesundheit bewahrt.

Dabei soll der neue "Männerarzt" in seiner Spezial-Sprechstunde in der Praxis helfen - ein neuer Gedankenansatz in Richtung Emanzipation. Die öffentliche Diskussion zum Thema Männergesundheit ist mir wichtig: Wechseljahre des Mannes - gibt es die? Warum nehmen Männer so jämmerlich wenig an Vorsorgeuntersuchungen teil? Nutzen wir die pädagogische Erkenntnis genügend, dass MANN am besten über das Hinterfragen seiner Leistungsfähigkeit zu motivieren ist - oder auf dem Umweg über FRAU. Dabei geht es um Erhalt der Gesundheit und Vermeiden von Krankheit!

In diesem Sinne wünscht Ihnen für Ihre Gesundheit alles Gute, IHR Wolfgang Woynar


Männergesundheit

Liebe Leserinnen und Leser,

der Arzt nur für den Mann, ist das ein neuer Gedankenansatz in Richtung Emanzipation? Verbessert die Idee vom "Männerarzt" die Gesundheit der Männer oder ist das ein Werbegag im Kampf der Interessen und damit Marketingstrategien ärztlicher Fachgruppen?
Das Recht des Patienten auf freie Arztwahl hat für Ärztegruppen die Konsequenz, neben der Kernkompetenz natürlich auch Selbstdarstellung nach innen (Management) und nach außen (Marketing) zu betreiben. Der Frauenarzt, zunächst begrenzt auf die weiblichen Geschlechtsorgane, mutiert zum "Hausarzt für die Frau". Der Wettstreit um die andere Hälfte der Menschheit macht erfinderisch: "Der Frauenarzt ist der Facharzt für Männer" lautet das Marketingkonzept von Endokrinologen in Großstädten von Hamburg bis München.

Urologen versuchen es nun mit dem Slogan: "Fit und potent bis ins hohe Alter". Unterstützt durch die Diskussion um die "lifestyle" - Pille liegt ihnen daran, klarzumachen, dass sie die - richtigen - "Hausärzte für den Mann" sind. Was aber, fragt der interessierte Laie, wenn Herz, Lunge, Magen und / oder Diabetes, Rheuma plagen? Oder ein nächtlicher Hausbesuch wegen einer Nierenkolik notwendig wird? Wer ist dann zuständig? Ein Hausarzt alter Prägung!

Sei's drum: Das Image des "guten, alten Hausarztes" wird von allen bemüht!
Wichtiger scheint mir die öffentliche Diskussion um Männerkrankheiten zu sein. - Wechseljahre des Mannes - gibt es die? Was eigentlich versteht man darunter? - Warum nehmen Männer so jämmerlich wenig an Vorsorgeuntersuchungen teil? Wie kann man die pädagogische Erkenntnis: "Der Weg zum Herzen des Mannes führt über seine Frau" besser für Früherkennung und Vorsorge nutzen?
Männerkrankheiten sind wieder im Gespräch. Denn nicht nur bei Frauen führen hormonelle Veränderungen zu typischen Beschwerden. Auch bei Männern nimmt der Testosteronspiegel im Alter ab. Als typische Symptome des Hormonmangels gelten Abnahme der Libido, Muskelkraft und Vitalität.
Aber auch zunehmender Haarausfall trifft jeden zweiten Mann über vierzig: zunächst Geheimratsecken, dann eine Tonsur, die sich zum hufeisenförmigen Haarkranz ausbildet bis zur Vollglatze. Dagegen gibt's ein neues Präparat auf Privatrezept!

Knapp 20 Prozent der Männer zwischen 30 und 70 Jahren leidet an der erektilen Dysfunktion wie Ärzte die Impotenz nennen. Auch dagegen gibt es ein Medikament auf Privatrezept. Zwei neue Präparate haben für viel Wirbel gesorgt und beide Erkrankungen in die Schlagzeilen gebracht.
Jede Krankheit hat ihren Altersschwerpunkt. Jeder Mann sollte wissen, in welchem Alter welche Funktionsstörungen typischerweise Probleme bereiten können und wie Sie diesen zuvorkommen. Und zwar von A wie Akne bis Z wie Zeugungsfähigkeit. So wächst die Chance, dass Sie gesund bleiben, weiterhin Sport treiben und ein erfülltes Liebesleben haben können.

Herzlichst, Ihr Wolfgang Woynar



Männergesundheit -
Stichwort: "Freie Radikale"

Sie schaffen Leben, lassen uns altern, bewirken den Tod. Sie entstehen, wenn Energie verbraucht wird und bilden extrem aggressive chemische Partikel. Gelänge es, sie zu bändigen, wäre das Leben einfacher und besser.
Freie Radikale sie schaffen Leben. Atmung ist Leben! Aber Atmung ist auch Entstehungsort (Sauerstoff) der freien Radikalen. Frei Radikale sind Atome und Moleküle mit einem freien Elektron - jederzeit bereit, chemische Reaktionen einzugehen. Besonders Sauerstoff und Wasserstoff sind bekanntlich ideale Reaktionspartner - so entstand Wasser! Nikotin, Alkohol, Drogen, Umweltgifte, Strahlen, Stress, Übergewicht, Nahrungsmangel sind die wichtigsten Ursachen für derartige biochemische Reaktionen. Antioxidantien, Bewegung und ausgewogene Ernährung sind die stärksten Waffen gegen freie Radikale.

Arteriosklerose - Risikofaktoren und Prävention

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind weiterhin die häufigsten Todesursachen in industrialisierten Ländern. Dies gilt für Männer und Frauen, wobei sich bei Männern Koronarsklerose, arterielle Verschlusskrankheit, cerebrovaskuläre Erkrankungen etwa zehn Jahre früher als bei Frauen manifestieren.
Das individuelle Gesamtrisiko wird durch die Zahl und den Schweregrad der bekannten Risikofaktoren bestimmt, wobei erhöhtes LDL-Cholesterin dabei der wichtigste Risikofaktor ist. Der Cholesterinspiegel über 200 mg/dl liegt bei 50% der Männer im Alter von 25-29 Jahren, bei 68% der Männer von 40-49 Jahren und bei 84% der Männer im Alter von 50-59 Jahren.
Das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauferkrankungen kann für Männer dieser Altersgruppe auf der Basis der PROCAM-Daten im Internet unter folgender Adresse ermittelt werden.
www.chd-taskforce.de , Stichwort: Procam Risk calculator.

Ernährung

Gesunde Ernährung auf der Basis einer mediteranen Kost ist keine Zauberei, sondern problemlos umsetzbar. Trotzdem fällt es besonders Männern schwer, liebgewordene Gewohnheiten zu ändern. Häufig besteht bei Männern die Einstellung "lieber kurz und gut, als länger und schlechter leben". Der Preis für eine vermeintlich höhere Lebensqualität ist jedoch die geringere Lebenserwartung! Aber: eine Ernährungsumstellung muss nicht zwingend eine Einbuße der Lebensqualität bedeuten. Bei allen Ernährungsempfehlungen ist es besonders wichtig, die Kost individuell abzustimmen - die Erfahrung lehrt: gemeinsam mit der Lebenspartnerin.
Strenge Diätregime sind unsinnig. Vor allem dann, wenn Lebensfreude genommen wird. Viel wichtiger ist es durch detaillierte Aufklärung zu überzeugen. Hier zeigt sich, dass gerade Männer dann auch bereit sind etwas zu ändern.
Ernährung spielt sowohl bei der Prävention, als auch bei der Therapie von Krankheiten eine nicht unerhebliche Rolle.

1. Der Energiebedarf ändert sich mit dem Älterwerden 2. Die tägliche Fettmenge sollte bei ca. 30 - 35% der Kalorien liegen. Der Feind heißt Fett, wenn es nicht verbrannt wird! Fett macht dick, verklebt die Gefäße und verlangsamt die Gehirnströme. Meiden Sie tierische Fette: Schinken statt Wurst, Pflanzenöle erlaubt, Handkäse und Hüttenkäse bevorzugen.
3. Kohlenhydrate sollten vorwiegend in komplexer Form, mit einem hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen verzehrt werden. Essen Sie genügend Eiweiß, täglich Hülsenfrüchte und Wurzelgemüse, täglich Getreide. Fisch oder mageres Fleisch (Wild, Pute) mindestens zweimal pro. Essen Sie ausreichend Obst.
4. Der tägliche Eiweißbedarf eines älteren Menschen liegt bei knapp 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Der Grundbaustein Eiweiß fördert Leistungsfähigkeit und Kreativität: 22 Aminosäuren bilden Muskeln, Knochen, Hormone und das Immunsystem.
5. Der empfohlene Kalziumbedarf von 800-1000mg pro Tag lässt sich schon mit 150g Fruchtjoghurt, 250ml fettarmer Milch und 2 Scheiben (60g) fettarmen Schnittkäse decken.
6. Das Durstempfinden älterer Menschen lässt deutlich nach. Trinken Sie ausreichend Mineralwasser. Die tägliche Flüssigkeitsmenge beträgt mindestens 2 Liter.
7. Meiden Sie den schnellen Zucker.
8. Meiden Sie den täglichen Alkohol. Alkohol beeinflusst die Resorption und den Stoffwechsel verschiedener Vitamine und Nährstoffe. Besonders bei erhöhten Fetten, erhöhter Harnsäure und bei Leber- und Pankreaserkrankungen spielt Alkohol eine fatale Rolle. Gegen ein "Gläschen in Ehren" ist jedoch bei ansonsten stoffwechsel- und lebergesunden Personen nichts einzuwenden.
9. Verzichten Sie einmal pro Woche auf das Abendessen.
10. Nahrungsergänzung pro Tag im Alter mindestens : 500mg Vitamin C, 400mg Vitamin E, 33mg, Magnesium, 15g Zink, 60ug Selen.

Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind "die Heizelmännchen des Lebens".

Sie sind essentiell, steuern die Körperfunktionen, entgiften, fangen frei Radikale.
Die größten Feinde sind Alkohol, Nikotin und Drogen. Erhöhter Bedarf besteht bei: Medikamenten, Erkrankungen, einseitiger Ernährung, höherem Lebensalter und Sport.
Jod ist ein essentieller Co-Faktor der Schilddrüsenhormone. Erhöhter Bedarf bei Genuss von Alkohol und Nikotin. Vorkommen in Seefischen, Krabben, Austern.
Zink ist Co-Faktor von ca. 300 Enzymen, darüber hinaus hat Funktionen im Hormon- und Immunsystem, als Alkoholentgiftung in der Leber, im Vitamin A Stoffwechsel, bei der Spermatogenese, Zellbildung und bei der Infektabwehr (Herpes). Erhöhter Bedarf bei Stoffwechselerkrankungen, Darmerkrankungen, Verbrennungen.
Wichtig: erhöhter Bedarf bei nachfolgenden Medikamenten: Cortison, Magenmittel, Diuretika, Antibiotika, Lipidsenker, Pille. Strahlentherapie und Chemotherapie, Schwermetallbelastung.

Naturgemäß besteht erhöhter Bedarf im Alter, bei körperlicher Belastung, also Sport.

Vitamin C hat als Antioxidans Entgiftungsfunktionen bei Arzneimitteln, Giftstoffen und Schwermetallen. Vitamin C ist Co-Faktor für Enzyme, Hormone und das Immunsystem, hemmt die Lipidperoxidation, schützt Zellkern und Zellen, wirkt ab 2g/Tag als Antihistaminikum (Sonnenschutzfaktor). Erhöhter Bedarf bei rheumatischen Erkrankungen, Infektionserkrankungen, Krebs, Bei Alkoholgenuss und bei Rauchern besteht erhöhter Vitamin C- Bedarf!
Vitamin E schließlich fungiert als Fänger der freien Radikale, verhindert die Lipidoxidation, wirkt entzündungshemmend, verbessert die Immunantwort, stimuliert die Killerzellen.
Erhöhter Bedarf bei Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus und Darmerkrankungen. Ebenfalls bei Genuss von Alkohol, Nikotin. Sportler benötigen vermehrt Vitamin E!
Magnesium: Die Mitochondrien (Zellkraftwerke) arbeiten Magnesium-abhängig. Viel Magnesium bedeutet viel Energie. Alkohol ist der größte Magnesiumräuber. Mangelsymptome sind u.a. Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Migräne, Bluthochdruck. Erhöhter Bedarf bei Medikamenten ( Diuretika, Cortison, Abführmitteln, ACE-Hemmer, Pille, Theophylline, Aminoglykoside), Chemotherapie, Diabetes mellitus und Darmerkrankungen. Sportler brauchen Magnesium!

Bewegung ist die beste Medizin für...
Stoffwechsel - senkt Cholesterin und Fette.
Sauerstoffbindung - 1000% mehr.
Mitochondrien - mehr Kraftwerke.
Herz-Kreislauf - der Ruhepuls sinkt.
Stresshormone - Cortisol wird abgebaut.
Kreativität - ACTH baut Fett ab.
Glückshormone - mehr Endomorphine.
Appetit - Insulinspiegel sinkt.
Immunsystem - wird leistungsfähiger.
Gefäßsystem - bessere Durchblutung.
Gewicht - sinkt, Gelenke werden entlastet

Gesund trotz Stress Die Macht der Gedanken, die unser Denken blockieren, stellen Entwicklungsbremsen dar. Beispiele: Furcht und Angst, zornige Erregbarkeit, Neid und Missgunst, Engstirnigkeit, Trauer und Verzweiflung, Misstrauen, Selbstgerechtigkeit, Frust.
Denken Sie sich gesund!

Hormone sind chemische Botenstoffe, gleichsam die e-mails des Körpers.
Sie sind das biologische Band, welches den Menschen zusammenhält von der Zeugung bis zum Tod. Bei einem Mangel wird das Leben schwieriger und das Altern beschwerlicher.
Sie sorgen für Kreativität und Leistung, beeinflussen den Alterungsprozess und wirken nach dem "Schlüssel -Schloss" -Prinzip. Bekanntes Beispiel: das Insulin öffnet die Muskelzelle, damit Glucose und Fett hineinfinden, um in den Mitochondrien zu ATP verbrannt zu werden.
Dieses drahtlose Kommunikationsmodell wirkt über die Blutbahn. Der hormonelle Regelkreis hat sein Zentrum im Hypothalamus / Hypophyse und ist ein Rückkoppelungssystem in Verbindung mit den nachgeordneten Hormonen mit jeweiliger Kontrolle von IST- und Sollzustand. Entstehungsorte sind die Drüsen - Wirkorte sind Organe, Immunsystem Thymusdrüse), Stoffwechsel (Insulin) etc.

Mann und Frau haben dieselben Hormone - bekannt sind ca. 25 - lediglich die Menge ist unterschiedlich. Wussten Sie, dass ein 30 jähriger Mann mehr Östrogene hat als eine 60 jährige Frau? Die Ausgewogenheit also bestimmt den Alterungsprozess.

Testosteron wird in Hoden, Ovar und Nebennieren gebildet. Testosteron steuert das Wachstum, sorgt für Libido und Potenz, baut Muskulatur auf, beeinflusst Haut und Haare. Weiterhin wirkt es auf Stimmung, lenkt die Leistungsfähigkeit. Fettabbau erhöht Testosteron. Nikotin, Alkohol und Stress hemmen das Hormon.
Östrogen wird gebildet in Ovar, Hoden und Nebennieren.
Dihydrepiandrosteron(DHEA) wird in der Nebennierenrinde gebildet und senkt die Stresshormone, sorgt für Antrieb und Energie, verbessert die Gedächtnisleistungen. Ferner senkt es die Arteriosklerose und unterstützt das Immunsystem.
Das Wachstumshormon (HGH) wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und bremst u.a. die Osteoporose, fördert das Gedächtnis und stärkt das Immunsystem.
Die Schilddrüsenhormone wirken u.a. auf Energiegewinnung und Sauerstoffaufnahme, steuern die Mineralstoffbilanz und aktivieren Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel.
Was das Melatonin, gebildet in der Zirbeldrüse, und die sog. Phytohormone, Isoflavone - sekundäre Pflanzenstoffe - betrifft, befragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Therapieempfehlung zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit:
Ab 30 Jahren: Vitamin C (500-1000mg) und Vitamin E (400-600mg).
Ab 40 Jahren: Magnesium(300-600mg), Selen(100-200ug), Folsäure(150-300ug), Zink (15-30mg) und Vitamin A bis 2500I.E.
Ab 50 Jahren: Hormone nach Anamnese. Symptomatik und Laborwerte kritisch werten.

Vorsorge lohnt sich!

Prostatahyperplasie (BPH) und Prostatakarzinom (PCa) Die Prostata stellt keine einheitlicher Drüse dar. Mehr als 70% aller Prostatakarzinome entstehen in der peripheren Zone. Das prä-prostatische Segment ist "Sitz" der BPH, sowie 10% aller Prostatakarzinom.
Histologisch ist die BPH (Vergrößerung der Prostata über 25g) bei 20% der über 40jährigen, bei 70% der über 60jährigen, bei mehr als 80% der über 70jährigen nachweisbar.
Ähnliche Zahlen ergeben sich für die Reduktion des Harnstrahls.
Prostatakarzinom: Das Risiko, an Prostatakarzinom zu erkranken liegt bei etwa 10%. Die Wahrscheinlichkeit, ein Pca zu tragen lässt sich für 60jährige zu etwa 30%, für 80jährige bis 80% bestimmen.
Zur Diagnostik kommen neben der rektalen Untersuchung, Harnstrahlmessung, Sonographie, Zystoskopie und Urographie zum Einsatz. Wichtig die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut, eventuell die Biopsie transrektal.
Zur Therapie fragen Sie bitte Ihren Hausarzt oder Urologen.

Successful aging:

• jährliche Kontrollen beim Hausarzt "auf Herz und Nieren" (Untersuchung, Labor, Impfstatus)!
• Use it or loose it! Das gilt für Gehirn und Muskeln!
Höre nie auf zu lernen!
• Nur wer psychische und mentale Funktionen ständig benutzt bleibt gesund!
• Ein aktives engagiertes Leben schützt vor Krankheit und Siechtum!
• Tägliche Anwendung sichert den Erfolg!

Erektile Dysfunktion

Ganz gleich in welche Richtung unser Gesundheitswesen auch immer sich entwickelt, wir müssen uns darüber klar sein, dass impotente Männer mit einem Durchschnittsalter von 52 - 55 Jahren eine Risikogruppe zusätzlich hinsichtlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebsgefahr darstellen. Das gilt für die KHK, Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und Malignome, insbesondere das Prostatakarzinom. Wichtig ist die Anamnese - allgemeinmedizinisch + Medikamente + Sexualität - plus Untersuchung und Laborstatus (Blutzucker, Kreatinin, Fette, Transaminasen, Testosteron und Prolaktin). Welche Therapie dann möglicherweise eingeleitet wird, sollten Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens zusammen entscheiden. Auch im Zeitalter von Viagra hat das Yohimbin nicht ausgedient. Zusätzlich ist ein weiteres Medikament mit anderem Wirkmechanismus (Uprima) auf dem Markt: dieses stimuliert die parasympatischen Sexzentren im limbischen System als eine Voraussetzung für die Erektion. Unabdingbar ist zudem eine normale Testosteron- Konzentration im Blut und - nicht zu vergessen - die gleichzeitige, überschwellige erotische Stimulation. Bei allem Interesse der Medien und Industrie sollte nicht vergessen werden, dass es sich hierbei um seriöse ärztliche Therapien handelt und nicht um sensationsheischende Life-style-Medizin oder falsch verstandene "Wunsch" - Medizin!

Ihr Wolfgang Woynar



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