
Sportmedizin
Sport ist Medizin für Herz und Kreislauf, und die Seele freut sich zugleich
mit. Aber: Sport ist nicht gleich Sport. Manchem geht es um Leistung, anderen
mehr um Spaß. Vor allem geht es darum: durch körperliche Bewegung
die Gesundheit zu verbessern oder zu erhalten.
Der Schwerpunkt der Sportmedizin hat sich verschoben - vom jungen gesunden
Leistungssportler hin zum älteren, oft nicht mehr ganz gesunden Menschen.
Denn schließlich hat sich ja die Alterspyramide entscheidend verändert.
Als Folge dieser demographischen Entwicklung hat sich die Motivation zum Sport
verändert: Sportmedizin ist heute vor allem auch "Vorsorge-Medizin."
Prävention sollte daher das Zauberwort jeder Gesundheitspolitik zur Kostendämpfung
sein.
Erfolge dieser Bemühungen sind wissenschaftlich belegt. Sportmedizin ist neben der Ernährungsmedizin eines der wenigen Fächer, das bewiesene Vorsorge-Erfolge nachweisen kann.
Mangels Fachwissen wird die Diskussion häufig in Schlagworten auf Stammtischniveau geführt. Wie etwa: "Sport ist gesund: Langläufer leben länger. - Marathonläufer sterben überhaupt nicht mehr." Oder: "Sport ist Mord. - Breitensport ist Massenmord".
Worum es konkret geht ist: um ein mehr an Bewegung. Denn: bewiesen ist: regelmäßige Bewegung ist Vorsorge pur, besser als so manches Medikament!
• Wer läuft und läuft, senkt seinen Blutdruck. Regelmäßig
betriebener Ausdauersport dämpft den Sympathicus : die Herzfrequenz sinkt,
der Blutdruck nimmt ab.
Vorsicht: übermäßiges Krafttraining kann das Gegenteil bewirken.
• Bei verbessertem Profil der Blutfette sinkt die Herz-Kreislauf- Sterblichkeit. Das ist bewiesen. Und Training wirkt eindeutig positiv auf den Cholesterin- und Triglyzerid - Stoffwechsel.
• Körperliche Bewegung trainiert auch das Herz. Es arbeitet ökonomischer und wird besser durchblutet, wenn es regelmäßig belastet wird. Deshalb sollen sich gerade Menschen mit Herzgefäß - Erkrankungen viel bewegen.
• Bewegung verbessert die Insulin - Sensitivität. Diabetikern wird deshalb geraten, Sport zu treiben. Training ist deshalb auch eine gute Vorsorge für Diabetes (TypII).
• Durch Belastung bleiben die Knochen stabil. Krafttraining erhöht messbar die Knochenmasse. Wer Gewichte stemmt oder im Fitness-Studio an Kraftmaschinen trainiert, beugt deshalb einer Alters- Osteoporose vor.
• Bewegung stimuliert offenbar die Infektabwehr. Sport macht auch das Immunsystem fit. Bestimmte Abwehrzellen werden durch körperliches Training aktiviert.
Einerseits schützt Sport vor vielen Krankheiten, andererseits können
manche Krankheiten beim Sport erst richtig gefährlich werden, gerade
die Herz - Kreislauf - Krankheiten. Darum: Kein Sport ohne Vorsorge - Untersuchung
!
Im Alter über 35 ist das EKG ein Muss, auch bei Breitensportlern.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Sport und Bewegung wie ein Medikament wirken, das gleichzeitig den Sauerstoffbedarf des Herzen senkt und das Sauerstoffangebot erhöht, das Volumen der Mitochondrien vergrößert, die Kapillarisierung erhöht, die Fließeigenschaften des Blutes verbessert und dadurch antithrombotisch wirkt, hochsignifikante Einflüsse auf den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel hat, zum Beispiel den Insulinspiegel senkt, und das außerdem noch zum psychischen Wohlbefinden beiträgt. Erfände man ein Arzneimittel mit allen diesen Wirkungen, es wäre das Medikament des Jahrhunderts!
Für Ihre Gesundheit alles Gute wünscht Ihnen
Ihr Wolfgang Woynar
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Sportverletzungen und Sportschäden
PECH gehabt:
Was ist zu tun?
Was wollen wir damit erreichen?
Pause: dringendstes Gebot: verletzte Stelle nicht mehr bewegen. So beugen Sie einer Verschlimmerung der Verletzung vor. Die aus dem Gefäß ausströmende Blutmenge wird gering gehalten, die Hämatombildung wird begrenzt. Die Gefahr weiterer Verletzungen am bereits lädierten Gelenk wird vermieden.
Eis: sofortige Anwendung von "hot ice", z.B. in Eiswasser getauchter Schwamm, Eislolly etc. Gefäße ziehen sich durch die plötzliche Abkühlung zusammen, der Schmerz lässt infolge der Kälte nach.
Compression: Anlegen eines Kompressionsverbandes. Dadurch werden die verletzten Gefäße durch Druck von außen verschlossen. Das Hämatom kann sich nicht weiter ausbreiten, der Bildung von Hämatomen wird entgegengewirkt.
Hochlagern: dadurch werden Blutmenge und Blutdruck in der betreffenden Extremität vermindert. Der Gefäßdruck nimmt ab, der venöse Rückfluss wird begünstigt, Gewebsflüssigkeit wird verstärkt abtransportiert.
Sportverletzungen und Sportschäden
Die Sportmedizin ist in den letzten Jahren zunehmend wichtiger in der ärztlichen Praxis geworden. Die eigenständige Entwicklung dieses Teilgebietes der Medizin aus den großen Fachbereichen der Chirurgie, Orthopädie und Inneren Medizin wurde anfangs von vielen (Ärzten) mit gewisser Skepsis betrachtet. Aber: immer mehr Menschen aller Altersstufen treiben Sport und erwarten von ihrem behandelnden Arzt die Kenntnis sportmedizinischer Verletzungen und Schäden sowie deren zielgerichtete Therapie.
Sport ist zweifellos einen wichtiger Bestandteil unseres Lebens: körperlich, psychisch und sozial. Sport bereitet Freude, wirkt entspannend, stärkt Herz und Kreislauf sowie Bewegungs- und Stützapparat. Sport schützt vor Isolation in unserer Gesellschaft.
Das, liebe Leserinnen und Leser, ist hinreichend bekannt. Sicherlich werden Sie sofort zustimmen und gleich heute oder spätestens morgen initiativ werden.
Doch bei allen positiven Aspekten, die für eine regelmäßige sportliche Betätigung sprechen, sollte man nicht leugnen, dass Sport natürlich auch ein unterschiedlich hohes Verletzungsrisiko beinhaltet. Vor allem Fuß-, Hand- und Volleyball, Skilauf und Leichtathletik zeigen statistisch gesehen das größte Risiko.
Bei näherer Betrachtung der Unfallstatistik - die Erfahrungen in der täglichen Praxis bestätigen dies - zeigt sich jedoch, dass nicht der Sport an sich gefährlich ist, sondern vielmehr das , was der Sporttreibende daraus macht. So sind als häufigste Ursachen für Sportverletzungen und Sportschäden ungenügende Vorbereitung, überzogener Leistungswille, mangelnde Koordination, Übermüdung und fehlerhafte Technik anzuschuldigen.
Aufgabe des Sportarztes ist es, sportspezifische Verletzungen und Schäden frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und - wann immer möglich - diesen gezielt vorzubeugen.
Hierzu bedarf es einer subtilen sportmedizinischen Untersuchung und eines guten Kontaktes zum Sportler bzw. auch zu dessen Trainer oder Betreuer. Darüber hinaus ist wichtig, ein seriöse Therapie einzuleiten: damit meine ich eine Behandlung, die zwar einerseits den Wunsch des Sportlers nach bald möglicher Wiederaufnahme "seiner" sportlichen Betätigung respektiert, andererseits aber auch dessen Gesundheit nicht gefährdet - und für eine sportgerechte Rehabilitation des Sportlers zu sorgen.
Selbstverständlich kann auch der Sportler entscheidend zur Vorbeugung vor Verletzungen beitragen, indem er auf eine ausreichende Aufwärmzeit achtet, bevor er seinen Sport ausübt. Gezielte Informationen, Tipps und Hinweise für ein sportartspezifisches Aufwärmen mit System bieten Übungsleiter und Sportärzte an.
Häufigster Grund für sportmedizinische Behandlungen sind Verletzungen und Schäden der unteren Extremitäten. Bevorzugt betroffen sind hier vor allem die Knie- und Sprunggelenke. Verletzungen der Wirbelsäule, der oberen Extremitäten und des Kopfes sind weit seltener.
Eine besonders hohe Verletzungsanfälligkeit weisen vor allem die Menisken
- bevorzugt der Innenmeniskus - auf. Das liegt daran, dass diese Strukturen
bereits im Alltag sehr hohen Belastungen ausgesetzt sind und je nach individueller
Veranlagung und Belastung bereits ab dem 20. Lebensjahr degenerative Veränderungen
aufweisen.
Die erhöhte Verletzungsgefährdung des Innenmeniskus wiederum liegt
in seiner festen Anknüpfung an das Innenband begründet. Bei einem
Trauma lässt sie keinen Bewegungsspielraum offen.
Die Diagnose ergibt sich meist schon bei der klinischen Untersuchung:
1. Druckschmerz am Gelenkspalt.
2. Schmerzen im Gelenkspalt bei dem Versuch, die Kniegelenke im Schneidersitz Richtung Boden zu drücken.
3. Beim auf dem Bauch liegenden Sportler mit 90° gebeugtem Kniegelenk
wird Druck auf den Fuß ausgeübt. Gleichzeitig wird die Innenrotation
des Unterschenkels durchgeführt:
• bei Schmerzen am äußeren Gelenkspalt: Außenmeniskusschaden
wahrscheinlich.
• Innenmeniskusschaden wahrscheinlich, wenn durch Außenrotation
des Unterschenkels Schmerzen am inneren Gelenkspalt ausgelöst werden.
4. Schnapp-Phänomen: bei diesem Test wird das Kniegelenk abwechselnd gebeugt und gestreckt. Gleichzeitig wird der Unterschenkel nach außen- bzw. innenrotiert. So entsteht eine Achterbewegung, die abwechselnd den Innen- bzw. Außenmeniskus unter Druck setzt. Bei einem Meniskusriss wird ein schnappendes Geräusch ausgelöst.
Die Verdachtsdiagnose eines vorderen Kreuzbandrisses bzw. einer Instabilität stellt man:
• bei typischem Unfallhergang • bei Blutansammlung im Kniegelenk • sowie weitere Tests (LACHMAN +,vordere Schublade +, PIVOT-shift +)
Moderne bildgebende Verfahren und / oder die Kniespiegelung sind heutzutage die Mittel der Wahl, um den Verdacht auf eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes zu bestätigen.
Verletzungen des Bandapparates im Sprunggelenk findet man häufig bei Sportarten wie Handball, Tennis oder Squash, wo es durch die typischen, abrupten Richtungsänderungen zu wiederholten Umknicktraumen kommt.
Ebenso schwierig wie hartnäckig sind chronische Sportschäden. Im Bereich der unteren Extremität ist hier an erster Stelle die Achillodynie zu nennen. Die typischen Beschwerden ("Einlaufschmerzen") sind meist auf eine Entzündung im Bereich der Achillessehne oder am Ansatz zur Ferse zurückzuführen. Auffällig ist ein heftiger Druckschmerz.
Ein weiterer Sportschaden, der charakteristisch nicht nur für den "weißen
Sport" ist, ist die Epicondylitis. Hierbei handelt es sich um eine entzündliche,
durch mechanische Überbeanspruchung bzw. Fehlbelastung hervorgerufene
schmerzhafte Einschränkung der Dreh- und Beugebewegungen im Ellenbogengelenk.
In erster Linie verantwortlich für den sogenannten "Tennisarm"
sind Technikfehler und Ausrüstungsmängel. Ungenügende Aufwärmphasen
vor dem Training oder Wettkampf, falsche Schlägerhaltung und fehlerhafte
Schlagtechnik sind ebenso Ursache wie falsch dimensionierter Schlägergriff
oder eine zu harte Bespannung.
Beim therapeutischen Vorgehen muss man ganz allgemein unterscheiden zwischen der Akutbehandlung am Unfallort und einer weiterführenden Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden in der sportmedizinischen Praxis.
Ziel Nummer eins bei der Akutbehandlung ist es, den Schmerz zu reduzieren,
bzw. zu beseitigen und einer massiven Weichteilschwellung vorzubeugen. Hierzu
wird schon vor Beginn einer sportlichen Veranstaltung eine Binde in eiskaltes
Wasser = "hot ice" gelegt. Im Fall einer Verletzung wird ein kühlendes
Sportgel aufgetragen. Nach Abdampfen des Alkohols wird ein Kompressionsverband
mit der nassen Binde angelegt.
MERKE: Die nachfolgende Entlastung nicht vergessen!
Nach Abklingen der Schwellung wird dann ein Kompressionsstützverband, wie zum Beispiel Tape oder Zinkleimbinde dringend empfohlen. Zusätzlich eignen sich auch elektrotherapeutische Maßnahmen, wie Iontophorese. Auch Laser sowie krankengymnastische Übungsbehandlungen gegen Widerstand können hilfreich und notwendig werden.
Um einer erneuten Sportverletzung vorzubeugen, sind vor Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung folgende Schritte chronologisch durchzuführen:
1. Überprüfen Sie Sportgerät und Spieltechnik ( Sportler,
Trainer, Arzt ).
2. Führen Sie ein verletzungsorientiertes Aufbautraining durch. Hierzu
zählen gezielte Koordinations- und Krafttrainingsübungen.
3. Die externe Stabilisierung mittels Tape entlastet die verletzten bzw. geschädigten
Strukturen oftmals wirkungsvoll.
Vier Dinge braucht ein Sportler, um erfolgreich zu sein: Talent, Disziplin,
einen guten Trainer und - damit Sport gesund bleibt - eine sehr gute sportmedizinische
Betreuung.
Herzlichst, Ihr Wolfgang Woynar
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Fitness
Liebe Leserinnen und Leser,
Was ist eigentlich FITNESS ? Im Englischen heißt "fit" schlicht und einfach "geeignet" oder "passend". Aber passend wozu? Der Marathonläufer ist fit für den Lauf, der Gewichtheber ist fit für die Gewichte..... Sie und ich aber verstehen unter "Fitness" mehr. Nämlich eine optimale, umfassende Leistungsfähigkeit. Körperlich. Und geistig. Dabei sollten alle fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen des menschlichen Körpers in harmonischer Ausgewogenheit entwickelt sein: AUSDAUER, KRAFT, SCHNELLIGKEIT, GELENKIGKEIT und KOORDINATION. Derart "FIT" sind Sie belastbarer und leistungsfähiger, Sie fühlen sich besser und sehen dabei besser aus. Sie bewältigen vieles leichter, können mehr leisten im Leben und haben mehr Spaß daran. Sport hält jung und fit. Leider müssen Sie sich Ihre Fitness immer wieder neu erarbeiten.
Zehn Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben:
1. Sie haben sich für eine Sportart entschieden? Eine Sportart, die Ihnen Spaß macht? Vorher ist eine sportmedizinische Gesundheitsprüfung empfehlenswert,
• insbesondere für Anfänger und Wiedereinsteiger über
35 Jahre.
• bei Vorerkrankungen oder Beschwerden.
• bei Risikofaktoren: Rauchen, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten,
Diabetes, Bewegungsmangel, Übergewicht gilt der Rat:
• Erst zum Sportarzt, dann zum Sport.
2. Beginnen Sie mit dem Sport behutsam! Immer mit Augenmaß, das heißt:
• immer langsam beginnen, die Belastung steigern und zwar hinsichtlich
Intensität, Häufigkeit und Dauer.
• möglichst unter Anleitung (Trainer im Verein, Fitnessstudio,
oder auch Lauftreff mit Erfahrenen).
• Dauer: möglichst kontinuierlich zwanzig bis vierzig Minuten,
und zwar drei bis vier mal wöchentlich.
3. Meiden Sie übermäßige Belastung beim Sport , das heißt
• Laufen ohne starkes Schnaufen.
• Sport soll Spaß, keine Qualen bereiten.
• Eventuell Trainingspuls vom Sportarzt geben lassen: Die Intensität
der Bewegung muss den Puls mindestens auf 130 Schläge pro Minute beschleunigen.
Wenn Sie älter als 50 Jahre sind, errechnen Sie "Ihre" Pulszahl
aus der Differenz von 180 und Ihren Lebensalter in Jahren.
• Besser "länger und locker" als "kurz und heftig".
• Nach dem Sport ist eine "angenehme" Erschöpfung erwünscht.
4. Sorgen Sie nach sportlicher Belastung für ausreichende Erholung
• Achten Sie auf ausreichenden Schlaf - Regeneration.
• Planen Sie nach intensivem Training "lockere" Trainingseinheiten
ein.
5. Halten Sie unbedingt eine Sportpause bei fieberhafter Erkältung und
akuten Krankheiten ein.
Bei "Husten, Schnupfen, Heiserkeit", Fieber, Gliederschmerzen oder
sonstigen akuten Erkrankungen: unbedingt Sportpause einhalten, anschließend
allmählicher Wiederbeginn. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Sportarzt.
6. Beugen Sie konsequent Verletzungen vor! Falls es Sie dennoch einmal erwischt hat: lassen Sie Verletzungen geduldig und diszipliniert ausheilen.
• Vergessen Sie Aufwärmen und Dehnen nicht.
• Verletzungen brauchen Zeit zum Ausheilen.
• Schmerzen sind "Warnzeichen des Körpers" (keine Spritzen
zum "Fit" - machen!).
• Eventuell zum Ausgleich vorübergehend eine andere Sportart betreiben.
7. Passen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten dem Klima und der jeweiligen Umgebung an.
• Ihre Kleidung sollte angemessen, funktionell sein (sie muss nicht
unbedingt modisch sein).
• Luftaustausch beachten, an Witterung anpassen.
• Bei Kälte: warme Kleidung, windabweisend, durchlässig für
Feuchtigkeit (Schweiß) nach außen.
• Bei Hitze: Training reduzieren, ausreichende Flüssigkeitszufuhr
beachten In Höhen über 2000 Metern verminderte Belastbarkeit beachten,
Kleidung und Trinkverhalten anpassen.
• Bei Luftbelastung (Schadstoffe, Ozon): Training reduzieren, Sport
in die Morgen- oder Abendstunden verlegen.
8. Achten Sie auf die " richtige" Ernährung und Flüssigkeitszufuhr achten!
• Ihre Kost sollte bekanntermaßen kohlenhydrat- und ballaststoffreich
sein, dazu fettarm ("südländische Kost"), die Zufuhr der
Kalorienmenge passen Sie bitte Ihrem Körpergewicht an (bei Übergewicht
weniger Kalorien)!
• Den Flüssigkeitsverlust nach dem Sport gleichen Sie bitte durch
mineralhaltiges Wasser aus, bei Hitze mehr trinken.
• MERKE: Bier ist kein Sportgetränk. ABER: ein Glas Wein oder Bier
darf gelegentlich sein! Empfehlenswert: Apfelschorle.
9. Passen Sie Ihre sportlichen Aktivitäten Ihrem Alter an und -dies wird häufig vergessen - den Medikamente, die Sie einnehmen.
• Sport im Alter ist sinnvoll und notwendig.
• Sport im Alter sollte vielseitig sein (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit,
Koordination).
• Auch im Alter: Fitness ist gefragt.
• Medikamente sowie deren Einnahmezeitpunkt und Dosis dem Sport anpassen,
das gilt insbesondere für Diabetiker und Asthmakranke. Fragen Sie hierzu
speziell Ihren Sportarzt.
10. Sport soll Spaß machen! Deshalb betreiben Sie Sportarten, die Ihnen auch wirklich Freude machen.
• Auch die "Seele" lacht beim Sport: Laufe, staune, gute
Laune!
• Wechseln Sie gelegentlich "Ihre" Sportart: Abwechslung ist
auch im Sport wichtig.
• Mehr Spaß bringt Sport in der Gruppe oder im Verein.
• Vergessen Sie bei allem gesunden Ehrgeiz nie: Bewegung, Spiel und
Sport sind Vergnügen.
• Der ganz normale Alltagssport: Treppen steigen statt Aufzug, zu Fuß
zum Briefkasten gehen, schnelles gehen (Walking), das und noch viel mehr:
Bewegung ist unser Leben!
• Wird gewohnter Sport zunehmend anstrengend, denken Sie frühzeitig
auch einmal an eine mögliche Erkrankung.
• Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen Folgeschäden
zu vermeiden, auch die sportärztliche Leistungsuntersuchung.
Alles Gute für Ihre Gesundheit
Ihr Wolfgang Woynar
Welcher Sport für wen? Und wie trainieren?
Wer durch Training die Leistungsfähigkeit seines Herz-Kreislaufsystems
verbessern will, sollte zwei bis dreimal pro Woche jeweils 30 bis 40 Minuten
Sport treiben.
Die gewünschte Belastungsstufe ist bei etwa zwei Drittel der Maximalleistung
erreicht:
das entspricht einer Pulsfrequenz von 180 minus Lebensalter.
Personen, deren Pulsfrequenz durch Medikamente, etwa Betablocker, verändert ist, sollten sich nach einem anderen Bewertungskriterium richten, etwa nach der Atmung ("Laufen, ohne zu schnaufen").
Allgemein gilt, für Personen mit Herz- Kreislauf- und Stoffwechsel-
Erkrankungen oder Risikofaktoren (Übergewicht, KHK, Zustand nach Herzinfarkt,
Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes) sind Ausdauersportarten
mit geringem Krafteinsatz besonders günstig, etwa Joggen oder Radfahren.
Bei Spielsportarten, die mit hohem Ehrgeiz betrieben werden, etwa beim Tennis
und Fußball kann es zu gefährlichen Blutdruckspitzen kommen. Auch
bei Kraftsport steigt der Blutdruck oft stark an.
Vernünftig betrieben können aber auch diese Sportarten in jedem
Lebensalter gesundheitsfördernd sein. Ein grundsätzliches Sportverbot
gibt es heute nicht mehr.
Ihr Wolfgang Woynar
