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12.04.2011: Gefäße unter
Hochdruck
Bluthochdruck ist eine heimtückische Volkskrankheit. Sie kommt still daher und
verursacht oft zunächst keine Beschwerden. Sie muss aber unbedingt behandelt
werden – sonst drohen schwere Erkrankungen, die das Leben verkürzen können.
Dr. Wolfgang Woynar
Bluthochdruck (Hypertonie) in den Gefäßen erhöht das Risiko für viele
Krankheiten, zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall, und schädigt
Blutgefäße und Organe. Die Hypertonie ist deshalb unbedingt zu behandeln. Zur
Behandlung stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die in Verbindung
mit Änderungen des Lebensstils den Blutdruck senken können und das Risiko der
Komplikationen deutlich mindern.
Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:
Ab welchem Blutdruck liegt eine Hypertonie vor?
Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein systolischer
Blutdruck – das ist der erste der beiden Blutdruck-Testwerte – höher als 140
mmHg (Millimeter auf der Quecksilbersäule) oder ein diastolischer Blutdruck
größer als 90 mmHg als Hypertonie.
Warum ist die Behandlung so wichtig?
Als Folge eines dauerhaft erhöhten Blutdrucks kommt es zu Erkrankungen der
Gefäße: Arteriosklerose (Verkalkung), Funktionsstörungen des Herzens
(Herzschwäche und Herzinfarkt), des Gehirns (Hirnblutung, Hirninfarkt) sowie
Schädigung der Nieren, Augen und des Nervensystems. Kopfschmerzen,
Schwindelgefühle, Sehstörungen sind typische Krankheitsanzeichen.
Wie wird Bluthochdruck diagnostiziert?
Er wird durch Blutdruckmessungen festgestellt und möglichst durch
24-Stunden-Messungen objektiviert; die denkbaren Ursachen werden gesucht;
Folgeschäden werden dokumentiert und das Herz-Kreislauf-Risiko ermittelt.
Neben Anamnese und körperlicher Untersuchung kommen dabei Labor- und
Urindiagnostik, Elektrokardiogramm (EKG), Echokardiografie,
Augenhintergrundspiegelung zum Einsatz.
Wie wird Bluthochdruck behandelt?
Eine Änderung des Lebensstils mit Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung
und Sport senkt nachweislich den Blutdruck. In vielen Fällen müssen jedoch
Medikamente helfen, den Blutdruck zu senken. Dabei ist auf eine regelmäßige
Einnahme dieser Medikamente zu achten. Die Behandlung erfolgt anfangs mit
einem Wirkstoff, bei nicht ausreichender Wirkung auch als Mehrfachkombination.
Erste Wahl sind Diuretika, Betablocker, ACE-Hemmer und Calciumantagonisten.
Die Auswahl richtet sich nach dem Lebensalter und den Begleiterkrankungen des
Patienten.
Was können Sie selbst gegen Bluthochdruck tun?
Meiden Sie Nikotin: Rauchen vermindert zudem die Wirksamkeit einiger
Medikamente, darunter Betablocker. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum: Alkohol
erhöht das Schlaganfallrisiko.
Achten Sie auf Ihr Gewicht. Das senkt den Blutdruck und beeinflusst
Insulinresistenz, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte und
Herzinsuffizienz positiv.
Treiben Sie Sport: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt schon bei geringer
Intensität den Blutdruck. Die beste Wirkung wird erreicht, wenn Sie sich
mehrmals die Woche über mindestens 30 Minuten bewegen. Geeignet sind
Schwimmen, Laufen, Wandern.
Kochsalz: Weniger als sechs Gramm täglich senken Ihren Blutdruck.
Ein Mehrkonsum von Obst, Gemüse und Fisch sowie ein Weniger von gesättigten
Fettsäuren ist ein weiteres effektives Mittel, um Ihren Blutdruck zu senken.
Omega-3-Fettsäuren senken ebenfalls die Hypertonie und reduzieren die
Wahrscheinlichkeit von weiteren Komplikationen.
Bei der Diagnose einer Hypertonie berücksichtigt der Arzt Ihres Vertrauens
immer auch das Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko. Dieses steigt linear mit dem
Blutdruck, ist aber darüber hinaus von weiteren bekannten Risikofaktoren wie
Alter, Rauchen, erhöhten Cholesterinwerte, Übergewicht, Vererbung abhängig.
Vorerkrankungen wie Diabetes, Schlaganfälle, Herz-, Nieren-, Gefäßerkrankungen
sind zu bedenken. Deshalb kann es dringend geraten sein, auch eine milde
Hypertonie konsequent zu behandeln.
Mein Rat: Lassen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig messen. Am besten im Rahmen
der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung.
14.12.2010: Abschied vom Ich
Wer bei der Arbeitsbelastung dauerhaft über die persönlichen Grenzen geht, dem
droht das Burn-out-Syndrom, ein Erschöpfungszustand von Körper und Geist.
Dagegen hilft nur ein grundlegender Wechsel der Lebensgewohnheiten. Dr.
Wolfgang Woynar Offenkundig scheint es heutzutage eine „Kunst“ zu sein, seinen
Beruf zu lieben. Viele Menschen fühlen sich fortdauernd überlastet. Die Sorge
um den Arbeitsplatz, Konflikte im Büro, Probleme im Privaten häufen sich. Doch
das „Ausbrennen“ ist nicht zwingend die Folge von Stress allein, sondern
nachweislich Folge von dauerhaft „unbewältigtem“ Stress.
Nicht nur Top-Manager, sondern auch Brummifahrer, Lehrer, Ärzte sind
betroffen. Am häufigsten betroffen sind Beschäftigte der mittleren
Führungsebene. Sie haben den Druck ihrer Vorgesetzten auszuhalten und
gleichzeitig die Erwartungen ihrer Kunden und Mitarbeiter zu erfüllen. Sie
fühlen sich nicht selten „ausgepowert“. Eine solche Befindlichkeit wirkt sich
darüber hinaus nachteilig aus auf Effektivität und Produktivität, sie ist
schädlich für die Arbeitsqualität. Das Hauptproblem: Die Betroffenen erkennen
das Ausbrennen häufig erst, wenn es bereits zu spät ist.
Körperliche Reaktionen: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen. Muskelverspannungen
gehören zu den Notreaktionen. Diese Art von Schmerzen bekommt man mit
Tabletten kaum noch in den Griff. Probleme mit Schlaflosigkeit, Müdigkeit und
Nervosität versuchen viele Menschen mit Medikamenten, Alkohol, Kaffee und
Zigaretten zu bekämpfen. In Verbindung mit unregelmäßigem Essen und wenig
Bewegung verträgt der Körper das auf die Dauer nicht. Viele lassen sich jetzt
krankschreiben: wegen Überforderung oder Ermüdung.
Mentale Reaktionen: Die Leistungsfähigkeit sinkt; zunehmende Gereiztheit,
Aggressivität, starres Denken und Abnahme der Kreativität; Rückzug aus
sozialen Beziehungen und Freizeitaktivitäten. Viele geben in dieser Phase
geliebte Hobbys auf.
Wenn jemand bereits derart von der Substanz zehrt, kann Zusammenbruch oder
Burn-out drohen, falls man „irgendwie weitermachen“ will. Umdenken ist jetzt
ein wichtiger Schritt, um aus der Risiko-Spirale heraus zu kommen.
Der erste Schritt aus dem Tief ist der wichtigste und zugleich auch der
schwerste: Hören Sie auf, das Burnout zu ignorieren oder gar zu verneinen.
Lernen Sie, Ihre Situation zu akzeptieren, erkennen Sie Ihr Problem an. Sie
gewinnen damit die Kontrolle über Ihr Leben und damit auch über Ihre
Gesundheit zurück.
Regeneration: Erholung hat für Sie oberste Priorität, wahrscheinlich braucht
Ihr Körper zuerst einmal viel Schlaf. Geben Sie ihm die Zeit dazu und schalten
Sie wirklich ab: keine E-Mails, keine Telefonate, keine Aufgaben.
Umdenken: Setzen Sie neue Prioritäten in Beruf und Privatleben.
Aus dem täglichen Negativ- Stress kann jeder mit einfachen, kleinen Schritten
wieder herauskommen. Das Schwierigste daran ist nur, zu begreifen, dass wir
einiges selbst ändern müssen. Wer das Problem erkannt hat, arbeitet bereits an
seiner Lösung.
Freizeit gestalten: Sinnvolle Freizeitgestaltung ist aktive Investition in
Ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Stress führt deswegen häufig zu
Beschwerden und Krankheiten, weil die aufgestaute Aktivierung des Körpers
durch Stress-Alarm nicht abgebaut werden kann.
Privatleben schützen: Persönliche Beziehungen sind eine entscheidende
Kraftquelle, um im Beruf Erfolg zu haben.
Bewegung und Sport bieten hervorragende Möglichkeiten, etwas für Entspannung
und Ausgeglichenheit zu tun. Die meisten Tätigkeiten sind heute „verkopft“.
Der Mensch aber ist biologisch für Bewegung gemacht. Gleichermaßen wichtig
sind gesunde Ernährung und regelmäßiger Schlaf.
Stressauslöser abstellen: Werden Sie gearbeitet, oder arbeiten Sie?
Analysieren Sie Ihre persönlichen Stressauslöser und strukturieren Sie Ihren
Alltag neu. Ihre Lösung lautet: Wie kann ich mich selbst und meine Arbeit
besser organisieren? Wer zu Perfektionismus neigt, sich zu viel abverlangt,
sollte zudem seine Ansprüche hinterfragen und relativieren. Konzentrieren Sie
sich auf die Dinge, die Sie wirklich ändern oder gar delegieren können.
Pausen, über den Tag verteilt, sind wichtig. Kurzpausen erhöhen konzentriertes
und effektives Arbeiten. Jeder Form von einseitiger, monotoner Belastung
sollten Sie entgegenwirken.
19.10.2010: Die Anti-Viren-Taktik
Im Herbst vollbringt unser Immunsystem Höchstleistungen. Denn Viren lauern
überall, wo Menschen sind. Zum Glück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das
Erkältungsrisiko erheblich zu verringern. Dr. Wolfgang Woynar
In öffentlichen Verkehrsmitteln, Kindergärten und Schulen, in Supermärkten und
bei Veranstaltungen: (Rhino-)Viren lauern überall, Milliarden davon sitzen auf
Telefonhörern, Türklinken oder Haltegriffen in Bussen. Haben wir eine
Erkältung überstanden, sind wir zwar immun gegen das Virus, das uns erwischt
hatte, aber es gibt ja noch die vielen „Verwandten“ der Viren, die uns weiter
attackieren.
Grippeimpfung: Wenn Sie eine echte Grippe haben, können Sie sich nicht mehr
zur Arbeit schleppen. Sie liegen gnadenlos flach – mit Fieberschüben und
Muskelschmerzen. Falls Sie vorsorglich etwas tun wollen, sollten Sie sich
unbedingt gegen die Grippe impfen lassen – das ist der sicherste Schutz gegen
Influenzaviren. Risikopatienten und Multimorbide, ältere Menschen und
chronisch Kranke mit geschwächtem Immunsystem profitieren von der aktiven
Schutzimpfung. Ebenso Berufsgruppen, die direkten Kontakt mit vielen anderen
Menschen haben. Der Impfstoff muss jährlich angepasst werden, denn das Virus
verändert sich ständig, so dass es von unserem Immunsystem nicht mehr erkannt
wird.
Bewegung: Stärken Sie Ihr Immunsystem, indem Sie sich so häufig wie möglich
draußen an der frischen Luft bewegen. Wer stramm Nordic Walking oder Jogging
betreibt, senkt sein Erkältungsrisiko enorm. Sportmuffel dagegen erwischen die
Viren drei mal so häufig. Auch Saunagänge schützen vor Erkältungen, weil
dadurch das Immunsystem gut trainiert wird und es so Virenattacken besser
abwehren kann.
Essen: Führen Sie Ihrem Körper viel frisches Obst und Gemüse zu, wie zum
Beispiel Orangen, Kiwis, Paprika und Brokkoli. Die halten uns fit.
Trinken: Reichlich trinken – Ingwer-Tee wirkt ausgesprochen schweißtreibend
und regt den Kreislauf an. Ebenfalls ins Schwitzen bringen uns Holunder- oder
Lindenblütentee. Sie alle sind die idealen Begleiter einer ordentlichen
Schwitzkur, mit der Sie Ihre Erkältung oftmals noch abblocken oder doch
lindern können.
Vitamin C ist ein wichtiger Helfer in der kalten Jahreszeit. Die Substanz ist
reichlich vorhanden in den Beeren des Sanddornstrauchs, in grünem Tee sowie in
vielen Obst- und Gemüsesorten.
Richtig anziehen: Der Wechsel von Kälte draußen und trockener Heizungswärme
drinnen machen uns krankheitsanfällig. Die Thermoregulation kostet Energie,
die bei der Immunabwehr fehlen kann. Helfen Sie Ihrem Körper: Mütze aufsetzen,
Schal um den Hals und warme Socken und Schuhe anziehen.
Wohlfühlen: Abends ein schönes warmes Fußbad ist nicht nur entspannend,
sondern auch wichtig gegen kalte Füße. Danach ausreichend schlafen.
Hilfe für die Nase: Bei einer trockenen, verstopften Nase bringt das
Einträufeln von Salzwasser Erleichterung. Ist die Nase bereits rot und wund,
helfen Kamilledampfbäder.
Raumklima: Eine feuchte, intakte Nasenschleimhaut wehrt Virenattacken besser
ab als eine trockene. Achten Sie darauf, dass ihre Raumluft zwischen 40 und 50
Prozent Luftfeuchte hat, damit tun Sie etwas für Ihre Schleimhaut, genauso wie
mit Nasenspülungen.
Homöopathie: Rund 30 verschiedene homöopathische Mittel werden bei Erkältungen
eingesetzt. Wenn Sie frösteln und sich abgeschlagen fühlen, ist Aconitum das
Mittel der Wahl. In anderen Fällen sollten Sie eher zu Nux Vomica greifen,
oder auch Camphora (Kampfer) könnte Ihr Mittel sein.
Hausmittel: Thymian ist ideal bei krampfartigem Husten. Das ätherische Öl
Thymol wirkt krampflösend und desinfizierend. Außerdem lockert es
festsitzenden Schleim. Haben Sie bereits einen wund gehusteten Hals, dann ist
Salbei besser, um die Entzündung zu lindern. Entweder als Salbeitee zum
Gurgeln oder als Bonbon zum Lutschen.
Fieber drücken: Bei hohem Fieber (über 39 Grad Celsius) kann man mit
Wadenwickeln gegensteuern – allerdings erst, wenn Hände und Füße sich nicht
mehr kalt anfühlen. Sollte das nicht reichen, dann hilft eine einfache
Tablette weiter: Aspirin gegen Kopfschmerzen und Paracetamol gegen
Gliederschmerzen.
Privates Glück: Wissenschaftlich belegt ist außerdem, dass Menschen mit einem
intakten Freundeskreis und einem unterstützenden familiären Netzwerk weitaus
seltener an Infekten erkranken.
Juni
2009: Gesund trotz Stress
auf dem Weg zur Arbeitsstelle sehen einige Menschen so aus, als reisten sie
direkt in eine Vollzugsanstalt. Frustriert, unzufrieden mit sich und der vermeidlich
ungerechten Umwelt. Von Lebensfreude und Unbeschwertheit keine Spur.
Wehe man erkundigt sich nach ihrem Befinden. Die Litanei kann selbst den belastbarsten
Zuhörer in den seelischen Abgrund reißen: Die Arbeit ist die Ursache
für Ärger, Enttäuschung und Unwohlsein. „Die Arbeitskollegen
sind allesamt Intriganten“, „die Kunden unverschämt“
und „der Chef ist ein Trottel“. „Alles nur Mist.“
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Mai
2009: Diabetes mellitus
Eine
Diabetes-Typ-2-Erkrankung entsteht nicht von heute auf morgen. Zur Entwicklung
einer Zuckerkrankheit gehören Risikofaktoren, die den Krankheitsverlauf
beeinflussen: Erhöhter Blutdruck, hohe Blutfettwerte, hohe Blutzuckerwerte,
Übergewicht (Body-Mass-Index über 30). Diese vier Kriterien werden
kurz als „Metabolisches Syndrom“ bezeichnet. Bewegungsmangel und
falsche Ernährung begünstigen das Krankheitsbild.
Verhängnisvoll ist, dass die einzelnen Faktoren keine Schmerzen verursachen
oder sich sonst irgendwie in akuten Symptomen äußern, mit der Folge,
dass die kritische Entwicklung oft zu spät bemerkt wird.
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April
2009: Sport und Gesundheit
In
diesen Tagen fühlen viele den Impuls, mehr für ihre Gesundheit zu
tun und mit Sport zu beginnen. Da atmen wir durch, der Kreislauf kommt in
Schwung, der Kopf wird frei. Sport treiben und gesund bleiben ist das Motto.
– Doch langsamer Aufbau ist wichtig!
Bewegungen wie Joggen, Walken, Radfahren und Schwimmen halten fit. Allerdings
muss der Körper den Belastungen gewachsen sein, sonst drohen Verletzungen.
Besonders Freizeitsportler, die nach längerer Pause nun wieder richtig
„loslegen“ wollen, sollten ihr Trainingspensum langsam steigern
und Warnsignale des Körpers ernst nehmen.
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März
2009: Besser mit Asthma leben
Eine
Frage stellen in letzter Zeit auffallend viele Patienten in der ärztlichen
Praxis:
„Was verdienen Ärzte?“ Die Informationen in den unterschiedlichen
Medien tragen wohl kaum zu einem einheitlichen Meinungsbild bei. Um klarer
zu sehen, genügt häufig ein Wechsel der Blickrichtung, denn es geht
um viel Geld – und, was noch wichtiger ist, es geht um Ihre Gesundheit!
Und es geht um „Ideologie“ und „Macht“: „Was
darf Gesundheit kosten?“ Aber auch um die bange Frage: „Wie viel
Arzt braucht der Mensch?“ Nachfolgend meine Antworten auf die Frage.
Was verdienen Ärzte?
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Februar
2009: Vital 2009
„Herr Doktor, hart arbeiten und gesund bleiben – das klappt heutzutage
in meinem Beruf nicht mehr“ ist eine immer wieder aufgestellte Behauptung,
die Patienten in meiner Arztpraxis äußern.
Um nicht resignierend in Hoffnungslosigkeit zu verfallen, sollten wir uns
gemeinsam die Frage stellen: „Wie geht das zusammen – Maloche
und Gesundheit – wie lässt sich das organisieren, ohne dass wir
gesundheitlich Schaden nehmen? „WIE geht das?“
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Januar
2009: Fit mit Fisch
Dass Seefisch zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt zählt,
gehört heutzutage in Deutschland zum Allgemeinwissen. Bei uns ist Fisch
ein Nahrungsmittel für Gesundheitsbewusste geworden.
Denn Alltagsstress „frisst“ bekanntlich Eiweiß in unseren
Zellen, deshalb fühlen wir uns häufig müde und schlapp. Seefische
helfen gegen die tägliche Überbelastung, denn Meeresfrüchte
(z.B. Garnelen) sind Eiweißfutter pur. Rasch treiben sie unseren Eiweißspiegel
ordentlich hoch. Lachs, Makrele, Sardine, Hering und Thunfisch sind echte
Fitness-Fische. Ihr Fett ist reich an wertvollen Omega- 3-Fettsäuren,
die gut für Herz und Gefäße sind.
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Dezember
2008: Weihnachten
Weihnachten
ist die Zeit der intensiven Vorbereitungen, der Geheimniskrämereien,
der Gerüche, der Genüsse und der Besinnung. Deren Inhalte können
sehr unterschiedlich sein: etwa die Besinnung auf die christlichen Werte,
die persönliche Lebensgeschichte, die eigene zerronnene Kindheit. Dabei
wird uns die Vergänglichkeit des Lebens bewusst und in diesen Momenten
wird deutlich, dass der Wert des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung ist.
Tradition spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie Bilder und Situationen der
Vergangenheit.
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November
2008: Vital
trotz Rheuma und Arthrose
„Ich
bin gar nicht fein zuwege, Herr Doktor“, so beginnt manch ein Patienten-Arztgespräch.
Auf meinen aufmunternden Blick hin, folgt dann schon mal die Aussage: „Kann
das kann am Wetter liegen?“ – „Oder ist das Rheuma?“,
fragt der Patient mit entsprechenden Gesten auf verschiedene Körperteile,
die ihm wehtun. Damit sind wir schon mitten im umfangreichen Thema des heutigen
GESUNDHEITSForums. Denn Rheuma ist keine einheitliche Krankheit und auch keine
Diagnose im engeren medizinischen Sinne. Zirka 400 verschiedene Formen sind
bekannt. Rheuma hat viele Gesichter.
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Oktober
2008: Hand aufs Herz - Vital bleiben
Die
Ursachen chronischer Krankheiten sind zumeist „stille Krankheiten“,
die eine jahrelange Vorgeschichte haben. Das gilt nachweislich auch für
die Koronare Herzkrankheit, die Erkrankung der Herzkranzgefäße,
die lange Zeit vor dem Auftreten der eigentlichen Beschwerden beginnt.
Am Beispiel der Arterienverkalkung (Arteriosklerose) möchte ich das näher
erläutern.
Die Arteriosklerose ist nicht nur ein typisches Phänomen eines fortgeschrittenen
Alterungsprozesses.
Sie ist eine sich langsam entwickelnde, schleichende Erkrankung. Sie entsteht
zu einem Zeitpunkt in unserem Leben, wo noch niemand an lebensbedrohende Folgen
denkt.
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September
2008: Pflege und Pflegeversicherung
Wenn zwei das dasselbe Wort gebrauchen, dann meinen beide noch lange nicht
das dasselbe. Am Beispiel „Betreuung“ lässt sich das Problem
anschaulich darlegen.
„Wenn ich die Betreuung für meine Mutter übernehme: muss ich
sie dann windeln und füttern? Das kann ich gar nicht, ich bin doch berufstätig
und habe auch noch selbst Kinder!“
„Muss ich, wenn mein Vater jetzt nach seinem Schlaganfall ins Heim geht,
als Betreuer seinen Umzug machen? Wie denn, ich kann mich ja selbst kaum bewegen!“
Diese oder ähnliche Bemerkungen fallen oft, wenn Familienangehörige
vom Vormundschaftsrichter befragt werden, ob sie bereit sei, die „Betreuung“
für die Mutter oder den Vater zu übernehmen, wenn diese krankheitsbedingt
auf Hilfe angewiesen sind.
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August
2008: Diabetes Mellitus
Eine häufig gestellte Frage lautet: Warum gibt es eigentlich immer mehr
Diabetiker?
Seriöse Schätzungen rechnen mit einer Verdopplung alle 15 Jahre!
Die Volkskrankheit Diabetes lässt sich ebenso wenig wie andere Zivilisationskrankheiten
durch medizinischen Fortschritt allein „ausrotten“. Der Grund
dafür liegt vermutlich darin, dass sich hier Genetik, unser individuelles
Verhalten, wie auch unsere Kultur und die Rahmenbedingungen der Politik unzertrennlich
miteinander vermischen.
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Juli
2008: Gesund trotz Stress
Stress begleitet unser gesamtes Leben. In meiner Hausarztpraxis fallen mir
junge, sehr motivierte, sowie engagierte Männer un Frauen auf. Andererseits
lerne ich auch Ältere kennen, die ein Bild von Frustration bieten: Unzufrieden
mit sich und ihrer Umwelt, die sich „erschöpft – verbittert
– ausgebrannt“ fühlen; mit einem Wort „ausgepowert“.
Tendenziell zeigt sich dieser Zustand bei Frauen eher als „emotionale
Erschöpfung“. Bei Männern sind die Anzeichen stärker
in Form von „Ironie, Sarkasmus, Zynismus“ ausgeprägt. Mutmaßlich
sind das zwei Seiten einer Medaille. „Männer wollen gut sein, Frauen
wollen es gut machen.“ „Was ist in dieser langen Phase zwischen
Idealismus und Zynismus geschehen?“, frage ich.
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Juni
2008: FIT durch FISCH
Ich
fühle mich „munter wie ein Fisch im Wasser“
Dieser Spruch passt freilich gut zum Thema des heutigen GesundheitsForum:
FIT mit FISCH. Nicht umsonst gilt Fisch als Symbol für Fruchtbarkeit,
Reinheit und Glück, als Labsal der Liebenden und beliebte Fastensspeise.
Dass Seefisch zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt zählt,
gehört heutzutage zum Allgemeinwissen. Fisch ist ein Nahrungsmittel für
Gesundheitsbewusste: Er liefert hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß,
sein Fett ist reich an wertvollen Omega- 3-Fettsäuren, die gut für
Herz und Gefäße sind. Seefisch versorgt den Körper zudem mit
dem lebenswichtigen Spurenelement Jod, und Vitaminen, sowie vielen Mineralstoffen.
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Mai
2008: Sport und Gesundheit
Spitzensport
fasziniert Millionen Zuschauer Woche für Woche. Spitzensportler werden
bewundert und als Leitfiguren mit Vorbildfunktion vorgeführt und akzeptiert.
Fußballer entpuppen sich als wahre Laufwunder, zudem müssen sie
im Wettkampf Nehmer- und Geberqualitäten zeigen, die eigentlich im Kampfsport
zu Hause sind. Radprofis bewältigen scheinbar mühelos atemberaubende
Steigungen. Früher reichten Talent, Disziplin und ein guter Trainer.
Heute wird gebetsmühlenartig darauf verwiesen, wie wichtig und notwendig
das „Team“, das meint ein „professionelles Umfeld“,
zum Erreichen von Spitzenzielen sei. mehr
April
2008: Vital trotz Asthma
und Allergie
Die
„Innenauskleidung“ unserer Atemwege hat ausgebreitet die Fläche
eines Tennisplatzes bis Fußballfeldes. Sie steht über die Atmung
in ständigem Austausch mit der Umwelt. Ein gesunder Organismus nimmt
die Pollen ohne Reaktion zur Kenntnis. Ein übersensibles Immunsystem
jedoch will „Zoff“ und die irrtümlich als gefährlich
eingestuften Eindringlinge werden mit allen Mitteln bekriegt. Sobald die Blütenpollen
die Schleimhäute von Nase und Augen berührt haben, mobilisiert das
Immunsystem spezielle Antikörper gegen das Fremdeiweiß. Sie sitzen
auf den so genannten Mastzellen, die ihrerseits bestimmte Gewebshormone freisetzen,
u.a. Histamin, das zu den typischen Heuschnupfenbeschwerden, z.B. „Triefnase“
und Nasenjucken, führt. mehr
März
2008: Rückenschmerzen
akute
oder wiederkehrenden Schmerzen im Bereich des Rückens sind in der Praxis
des Hausarztes häufig. Für Sie als Betroffene - oder Angehörige
von Betroffenen - ist es wichtig, Ursachen und notwendige Untersuchungen,
mögliche Behandlungen besser zu verstehen. Zudem ist Ihr eigenes Engagement
gefordert: denn es gibt einiges, was Sie selber tun können, um schneller
wieder gesund zu werden und weiteren Beschwerden vorzubeugen.
Starke Schmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern auch beunruhigend. Man
möchte wissen, was „dahinter steckt“ und befürchtet,
dass es sich möglicherweise um eine gefährliche Erkrankung handeln
könnte. Glücklicherweise ist dies bei Rückenschmerzen nur selten
der Fall. Denn: Rücken-“schmerz“ bedeutet nicht automatisch
Rücken-“schaden“.
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Februar
2008: Früherkennung
und Vorsorgeuntersuchungen
Krebs-
Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen geben Ihnen zusätzliche
Sicherheit.
Viele Krankheiten haben einen stillen Verlauf und machen erst im fortgeschrittenen
Stadium Beschwerden. Auch wenn Sie immer gesund waren und sich momentan gesund
fühlen:
es muss nicht immer alles bleiben, wie es ist. Auch wenn Sie noch so gesund
leben.
Gesundheitsvorsorge geschieht in Ihrem persönlichen Interesse, weil Sie
sich das wert sein sollten. Dafür brauchen Sie moderne Medizin mit allen
ihren Möglichkeiten, unabhängig vom Kostenträger. Nehmen Sie
sich die Zeit. Es lohnt sich!
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Januar
2008: Gesund und vital
durchs Leben
sind
auch Sie mit dem löblichen Vorsatz ins Neue Jahr gestartet, zukünftig
gesünder zu leben?
Zum Beispiel schleunigst das Laster „Rauchen“ aufgeben, mehr Bewegung,
weniger Alkohol und bekömmlicher ernähren?
Dass sich solche guten Vorsätze wirklich lohnen können, beweist
die Untersuchung einer britischen Forschergruppe aus Cambridge. Im Schnitt
wurden die Probanden mehr als zehn Jahre beobachtet mit dem Ergebnis: „Vierzehn
Jahre länger leben mit nur vier einfachen Verhaltensregeln.“
Wer nicht raucht, etwas Sport treibt, mäßig Alkohol trinkt und
täglich fünf Portionen Obst oder Gemüse isst, lebt demnach
im Schnitt 14 Jahre länger.
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Dezember
2007:
Weihnachten
Weihnachten
steht vor der Tür. Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu. Eine stille
Zeit des Nachdenkens – und zugleich eine Verschnaufpause, bis es im
Neuen Jahr wieder zur Sache geht. Zu wenige sagen: „Das war ein tolles
Jahr“. Viele klagen: „Früher war alles besser“. Viele
haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht mehr respektiert, schlecht bezahlt
wird.
Dennoch: alle Menschen sind auch zukünftig wichtig. Denn wir brauchen
Frauen und Männer, die Charakter besitzen, eine Meinung und einen Willen
haben; die ihr Ego klein halten; die ihre Identität nicht in der Menge
verlieren, die ehrlich sind, die nicht nur auf ihren persönlichen Vorteil
bedacht sind, die für die Wahrheit stehen, auch wenn sie unpopulär
ist, die mit Entschiedenheit „nein“ sagen können, auch wenn
alle anderen „ja“ sagen.
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November
2007:
Rheuma
„Was
man sich nicht erklären kann, sieht man für Rheumatismus an”,
schrieb mit spitzer Feder schon Wilhelm Busch. Und tatsächlich: Rheuma
hat viele Gesichter. Für den Laien ist der Begriff “Rheuma“
verbunden mit Schmerzen, Entzündung, Schwellung. Man denkt an verdickte
und verformte Gelenke, die stetig zunehmend versteifen.
"Rheuma" ist keine Diagnose im engeren medizinischen Sinne. Rheuma
ist auch keine einheitliche Krankheit. Die Fachwelt unterscheidet zirka 400
verschiedene Formen.
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Oktober
2007:
Sport und Gesundheit
gesunder,
„ehrlicher“ Sport ist ein entscheidender Schutzfaktor für
unsere Gesundheit. Wenn Sie sich - zusätzlich zur normalen Alltagsarbeit
- regelmäßig körperlich belasten und sei es nur durch eine
forcierte Variante des Spaziergangs, können Sie Ihr Krankheits-Risiko
deutlich verringern. „Walking“ hält nicht nur Frauenherzen
fit. Bewegung muss nicht immer in Sport ausarten. Also, raus aus dem Fernsehsessel
und mehr bewegen – das ist eine hervorragend wirksame Prophylaxe ohne
teuere Pillen. Couch-Potatoes sind out.
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September
2007:
Pflege im Alter
Das
letzte Heim eines Menschen sollte das Beste sein! Keinesfalls darf es ein
Altengetto sein.
Das letzte Heim eines Menschen sollte auf die Bewohner Rücksicht nehmen
und nicht umgekehrt. Warum nicht mit Gewächshäusern, in denen frisches
Gemüse gezogen wird? Mit Blumen in reicher Fülle: Topfpflanzen zur
Pflege und Schnittblumen zur schmückenden Ausgestaltung der Räumlichkeiten
und des eigenen Zimmers. Eine große Bibliothek mit Zeitschriften, ein
Raum zum Gestalten und Malen. Physikalische Therapie und ein Bewegungsbad.
Friseur und Fußpflege.
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August
2007:
Diabetes behandeln - Risikofaktoren beherrschen
Diabetes
behandeln heißt, die Risikofaktoren beherrschen.
Fünfzehn lange Jahre kann es dauern, bis aus einem Vorstadium ein manifester
Diabetes wird. Unmerklich beginnt bei noch normalen Blutzuckerwerten der Insulinspiegel
zu steigen, mit zunehmender Insulinresistenz.
Es gilt die allgemeine Erfahrung: Je früher erkannt, desto besser behandelbar.
Deshalb ist die Früherkennung so wichtig. Wie finden wir die Risikopersonen?
Die Antwort ist schlicht und einfach: Befragen Sie Ihren Hausarzt. Der weiß
Rat.
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Juli
2007:
Gesund trotz Stress
wenn
Katzen Mäuse jagen, dann haben beide Stress. Der entscheidende Unterschied:
die Katzen haben offensichtlich Spaß dabei. Für die Maus dagegen
geht es ums nackte Überleben. Allein die Flucht sichert das Dasein. Keine
Zeit für Angst oder Nachdenken. DI- Stress pur.
DISTRESS ist der "böse Bruder" des "gesunden" EUSTRESS.
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Juni
2007:
Gesunde Ernährung: FISCH
ein
Bremerhavener Fischhändler, der Kaufmann Friedrich Busse, begründete
1886 die deutsche Hochseefischerei. Fisch gehört zu den wichtigsten Nahrungsmitteln
der Weltbevölkerung. Spitze im Verbrauch sind Isländer und Japaner.
In Deutschland geht der Verbrauch nach oben. Viele haben nicht nur im Urlaub
in Spanien, Portugal oder Norwegen Fisch schätzen gelernt. Fisch als
Leckerbissen ist heute immer und überall verfügbar.
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Mai
2007:
Alkohol: Genuss oder Gift
unseren
Vorfahren, den Germanen, wird nachgesagt, dass sie bei wichtigen, wahrscheinlich
aber auch bei unwichtigen Entscheidungen nach dem Motto verfahren sind: „Besoffen
beraten, nüchtern entscheiden!“
Welches junge Paar, das heute frisch verliebt am Weserdeich sitzt, greift
zur Thermoskanne mit Kamillentee? Arglos wird Alkoholisches genossen! Welcher
runde Geburtstag, welche Silberhochzeit, welche Beerdigungsfeier ist denkbar,
bei der die Gäste auf Bier und Wein, Doppelkorn und Prosecco verzichten
und dementsprechend trocken und nüchtern das Fest oder die Trauer durchzuhalten?
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April 2007: Allergien
Patienten in meiner Praxis fassen
zusammen, was zurzeit viele denken: „Es nervt.“
Frühblüher wie die Weide und die Birke, die Erle und die Hasel reizen
die Schleimhäute der Allergiker. Manch einer hält die anfänglichen
Symptome für einen banalen „Schnupfen“. Die Nase trieft,
die Augen brennen: es ist Heuschnupfenzeit. Die dauert jedes Jahr ein bisschen
länger. Und es trifft Menschen aller Altersklassen.
Die meisten verzichten darauf, zum Arzt zu gehen, weil sie den allergischen
Schnupfen für lästig, aber harmlos halten. Eine gefährliche
Fehleinschätzung. Meist bleibt es nicht dabei. Schnell kommen weitere
Allergien dazu. Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare sind die ersten
Kandidaten; auch Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln wie Äpfeln oder Nüssen
nehmen zu. mehr
März 2007: Schmerz
Hatten Sie schon einmal Schmerzen, die Sie an den Rand der Verzweiflung trieben?
Eine Nierenkolik etwa. Da weiß man, wie furchtbar ein akuter Schmerz
sein kann. Wichtig ist dann, den Schmerz wirksam, sofort zu bekämpfen.
Ganz anders als der akute Schmerz, der dem Körper als wichtiges Warnsignal
dient, ist der chronische Schmerz biologisch nicht sinnvoll. Fachleute sprechen
von einer spezifischen „Schmerzkrankheit“, wenn der Schmerz über
Monate und Jahre anhält und gleichsam ein Eigenleben zu führen beginnt.
Der chronische Schmerz wird dann zu einer eigenständigen Krankheit. Der
Schmerz steht dann oft in keinem Verhältnis zum ursprünglichen Auslöser
mehr – und wird selbst zur Bedrohung.
mehr
Februar
2007:
Vorsorge - Früherkennung
Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen geben Ihnen zusätzliche
Sicherheit, denn viele Krankheiten haben einen stillen Verlauf und machen
erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Auch wenn Sie immer gesund
waren und sich momentan gesund fühlen:
es muss nicht immer alles bleiben, wie es ist. Auch, wenn Sie noch so gesund
leben. Gesundheitsvorsorge geschieht in Ihrem eigenen Interesse, weil Sie
sich das wert sein sollten. Dafür brauchen Sie moderne Medizin mit allen
ihren Möglichkeiten, unabhängig vom Kostenträger. Manch einer
meint, die Zeit dafür nicht zu haben. Nehmen Sie sich die Zeit. Es lohnt
sich!
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Januar
2007:
Gesund abnehmen
Vitamine sind lebenswichtig für Körper, Geist und Seele. Einige
„Vitamin – Geschichten“ möchte ich Ihnen heute erzählen.
Das Vitamin mit dem Beinamen „Schönheitsvitamin“ heißt
Biotin: alte Bezeichnung Vitamin.H (wie Haar, Haut). Die Werbung verklärt
Biotin zur „Intensivkur für Haut, Haare und Nägel“;
denn „Wahre Schönheit kommt von innen“. Demnach könnte
man Nüsse als „beauty-snack“ verkaufen, denn insbesondere
Hasel- und Erdnüsse enthalten besonders große Mengen an Biotin.
Die Wirkung beschränkt sich nicht auf Menschen: auch Pferdehufe wachsen
schneller, wenn dem Futter Biotin beigesetzt wird. Als Coenzym ermöglicht
Biotin außerdem bestimmten Enzymen die Arbeit.
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Dezember
2006: Weihnachten
Das Weihnachtsfest naht, das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu. Die stille
Zeit des Nachdenkens? Oder nur eine kurze Verschnaufpause, bis es im Neuen
Jahr wieder zur Sache geht? Lassen Sie sich von all dem Ärger nicht völlig
herunterziehen.
Finden Sie Ihren inneren Frieden jenseits der Droge Arbeit, zuhause mit Ihrer
Familie, mit Freunden, bei Ihrem Hobby. Der Schlüssel zum Glück
liegt allein bei Ihnen – wenn Sie es nur zulassen.
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November
2006: Rheuma
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert
als Rheuma: „alle mit Schmerzen oder Funktionsverlust einhergehenden
Störungen des Bewegungsapparates und der Stützorgane,
also der Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke und Bänder“. In der
Bevölkerung gilt Rheuma nach wie vor als „Alte-Leute-Krankheit“,
obwohl der Krankheitsbeginn vieler rheumatischer Erkrankungen im Alter zwischen
30 und 40 Jahren liegt. Sogar Kinder und Jugendliche können betroffen
sein! mehr
Oktober 2006: Sport und Gesundheit
Ich möchte Ihnen helfen, die für Sie geeignete Sportart herauszufinden.
Das kann das Gespräch mit Ihrem Arzt möglicherweise ergänzen,
aber nicht ersetzen. Zudem möchte ich Ihr eigenes Engagement stärken:
Denn es gibt einiges, was Sie selber tun können, um gesund zu bleiben
und Beschwerden vorzubeugen!
Sport, insbesondere Ausdauersport, hat positive Effekte auf Ihr Herz-Kreislauf-
System und auf Ihren Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen)
und zudem stärkt Sport das allgemeine Wohlbefinden.
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September 2006: Der gesunde Rücken
Kaum ein Mensch bleibt im Laufe seines Lebens von Rückenschmerzen
verschont. Ob diese chronisch werden, hängt von vielen Faktoren ab. Eine
Tendenz zeichnet sich ab: die Ursache „moderne Arbeitsbedingungen“,
vor allem stundenlanges, regungsloses Sitzen am Computer nimmt zu. Der Grund
„schwere körperliche Arbeit“ ist dagegen eher rückläufig.
Das Gros der Rückenschmerzen ist unspezifischer Natur, das heißt,
eine Ursache lässt sich nicht dingfest machen.
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August
2006: Diabetes mellitus
Kennen Sie das Gleichnis vom Esel, der zwischen zwei gleich weit entfernten
und gleich großen Heuhaufen verhungert, ... nur weil er sich nicht entscheiden
kann, von welchem er fressen soll? Die aktuelle "Gesundheitsreform 2006"
kann sich nicht entscheiden zwischen Bürgerversicherung und Prämienmodell
und tritt ohne ein schlüssiges Konzept auf der Stelle.
Im Gesundheitswesen gibt es viele Mitspieler: neben den Politikern Menschen
wie Krankenkassenchefs, Klinikverwalter, Pharmamanager und Apotheker, Ärzte
und Versicherte. Die Kosten, die rotieren ebenso, ob nun Beiträge, Steuern,
Prämien, Risikoausgleich, Subventionen genannt. mehr
Juli
2006: "Burnout"
Die Freude am Beruf sichert unseren Erfolg!
Diese Erkenntnis gewinnt gerade in Zeiten der Restriktion immer mehr an Bedeutung.
In zu vielen deutschen Behörden, Ämtern, Betrieben und Firmen haben
zu viele Menschen bereits „innerlich gekündigt“. Am häufigsten
betroffen sind Arbeiter und Angestellte der mittleren Führungsebene.
Sie haben die „Sandwich-Position“, das heißt: sie haben
den Druck ihrer Vorgesetzten auszuhalten und gleichzeitig die Erwartungen
ihrer „Kunden“ und Mitarbeiter zu erfüllen.
Das bedeutet Stress pur - für alle Beteiligten – beruflich und
privat. Und ist außerdem nachteilig für die Effektivität und
Produktivität, schädlich für die Arbeitsqualität. mehr
Juni
2006: Vitamine
In Deutschland leben nicht nur Millionen Bundestrainer, sondern auch unzählige
Gesundheits- “Experten“. Im Dschungel der Medizin-Meinungen wird
die öffentliche Diskussion über Vitaminzusätze und Mineralstoffe
kontrovers, teilweise überhitzt geführt.
Die Bürger entscheiden selbst tagtäglich, ob und was sie glauben
- und vor allem kaufen. Das betrifft insbesondere auch die Vitamine. mehr
Mai
2006: Hand aufs Herz
Das Thema „Gesundheit“ liefert reichlich Gesprächsstoff in geselliger
Runde bei Freunden und Bekannten. Auch Sie selbst werden sich sicherlich Ihre
eigenen Gedanken machen. Denn Gesundheit geht alle an: Patienten und Ärzte,
Krankenkassen sowie Politik, Pharmaindustrie. Wirklich zufrieden ist wohl
niemand. Zudem gibt es immer wieder unterschiedliche Meinungen zur Diagnostik
und Therapie in der Medizin, speziell zur Wirksamkeit von Medikamenten, die
bisher als gesichert galten. Das alles verunsichert zusätzlich. Ein Beispiel
ist das Dauerthema „Cholesterin“. „Herzinfarkt-Prophylaxe:
Ist Cholesterin eine Bagatelle?“ titelte selbst die renommierte FAZ.
Dabei geht es um die Frage, was die gesundheitlichen Konsequenzen zu hoher
Cholesterinmengen im Blut angeht: Stichwort Herzinfarktprophylaxe. Und darum,
ob die vorgegebenen Cholesterinwerte sinnvoll sind. mehr
April
2006: Pflege
Die Pflegeversicherung ist selbst ein Pflegefall. Die sozialpolitischen Reformen
der letzen Jahrzehnte litten an dramatischer Leukämie. Und es fehlt nicht
an scharfsinnigen Fehlurteilen von verantwortungsschwachen Experten, die Einfälle
wie Kuhfladen fallen lassen. Die immer gleichen Lieder aus der sozialpolitischen
Gebetsmühle: „Renten sind sicher“, „Krankenkassenbeiträge
werden sinken“ - da haben Politiker Ihre Vokabel oftmals eine Nummer
zu groß gewählt. Und die Funktionäre, die alten Bollwerke
der „Verbände- Demokratie“, sie bewachen die Vergangenheit.
… die wirklichen Sorgen unserer Zeit beginnen genau dort, wo deren Phrasen
enden. mehr
März
2006: Asthma/Allergie
Frische, klare Luft vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Ein Spaziergang am Weserdeich,
Bremerhavens guter Stube, tut Leib und Seele gut: Atmen bedeutet Leben. Je
freier man atmet, desto besser lebt man! Das wissen wir alle zu schätzen.
Gesunde, besonders aber Menschen, die Probleme mit den Atemwegen haben. Das
sind Personen, die Widerstände beim Einatmen und / oder Ausatmen verspüren.
Menschen, die an der "COPD" leiden, das ist der Sammelbegriff für
die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem, oder dem Asthma
bronchiale. mehr
Februar
2006: Frauen- und Männergesundheit
Die junge Wissenschaft „Gender Medizin“ erforscht geschlechtsspezifische
Unterschiede in der Wahrnehmung, Diagnose und Therapie von Gesundheit und
Krankheiten. Der englische Begriff „Gender“ assoziiert neben dem
Geschlecht - „weiblich- männlich“ -zugleich Verhaltensweisen
und -muster, Tätigkeitsfelder und Eigenschaften, die von der Gesellschaft
speziell Frauen oder Männern zugeordnet werden. mehr
Januar
2006: Gesund abnehmen
Die immer wieder gestellte Frage in der Praxis des Hausarztes lautet: „Wie
sieht die richtige Ernährung für das Abspecken aus?
Das Wichtigste ist die Kalorienreduktion, also ein Weniger an Energiezufuhr.
Die gesamte Energiemenge (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß) muss reduziert
werden, bevor man einzelne Nahrungsbestandteile oder Nährstoffe beschuldigt.
Eine weitere wesentliche Maßnahme ist die Einschränkung der Menge
von Fett in der Nahrung. Denn Fett setzt schnell an, ist besonders energiedicht
und transportiert Geschmacksstoffe in einem kleinen Volumen. Viele wohlschmeckende
Nahrungsmittel sind relativ fettreich. mehr
Dezember
2005: Weihnachten...
Weihnachten steht vor der Tür. Das Jahr 2005 neigt sich dem Ende zu.
Manche meinen: „Das war ein Jahr wie andere auch“. Viele beklagen:
„Früher war alles besser - selbst die Zukunft.“ Zu Wenige
sagen: „Das war wieder ein tolles Jahr“.
Die Angst vor der Zukunft steigt. Viele haben das Gefühl, meine Arbeit
wird nicht mehr respektiert oder schlecht bezahlt. Dennoch: Sie, liebe Leserinnen
und Leser, werden gebraucht, auch weiterhin, auch im kommenden Jahr. mehr
November
2005: Rheuma, Osteoporose, Arthrose
Das
Wort „Osteoporose“ kommt aus dem Griechischen. „Osteon“
heißt Knochen, „Poros“ ist die Pore. So setzt sich der Begriff
„poröser Knochen“ zusammen. Ein
weit verbreiteter Irrtum ist, dass nur Frauen nach den Wechseljahren Osteoporose
bekommen. Es sind zwar vor allem ältere Frauen, die Osteoporose bekommen.
Doch rund ein Drittel aller Knochenschwund-Patienten, also in Deutschland
etwa zwei Millionen, sind Männer. mehr
Oktober
2005: Pflege im Alter
die
Pflegeversicherung ist - obwohl jung an Jahren - selbst ein Pflegefall.
Der Grund: die Pflegeversicherung wurde nach demselben Muster realisiert wie
Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Obwohl Experten bereits damals
gewarnt hatten. mehr
September
2005: Sportmedizin
Bewegung
ist Leben. Na klar! Aber warum treiben Menschen Sport? Warum treiben SIE Sport?
Die meisten nutzen Sport als Ausgleich für eine überwiegend sitzende
Tätigkeit und in höherem Lebensalter, um etwas für die Gesundheit
zu tun. Um fit zu bleiben.
Andere treiben Sport, weil es Spaß macht, um zu entspannen und andere
Leute zu treffen. Oder um etwas für die Figur zu tun, Frauen mehr als
Männer – die Jüngeren mehr als die Älteren. Wieder Andere
treiben Sport um einen Ausgleich zum beruflichen Stress zu finden. Denn der
Leistungsdruck nimmt ständig zu und zugleich die Hektik, zuweilen fehlt
zudem die Anerkennung. Deshalb suchen Berufstätige einen entsprechenden
Ausgleich auf der sportlichen Ebene. mehr
August
2005: Der gesunde Rücken
Menschen
mit „Rückgrat“ werden wegen eben dieser eher selten anzutreffenden
Tugend in Beruf und Privatbereich zu Recht geschätzt. Das gilt aktuell
auch für Politiker in Wahlkampfzeiten. Betrachtet man das gesundheitspolitische
Gewürge der beiden großen Volksparteien vor den anstehenden Bundestagswahlen
könnte man jegliche Hoffnung auf wirksame Strukturreformen begraben und
damit auch die Aussicht auf dauerhafte ökonomische Stabilisierung der
sozialen Sicherungssystem.
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Juli
2005: Diabetes mellitus
das
beste Krisenmanagement ist Prophylaxe – aber Vorsorge ist in unserem
Gesundheitssystem nicht mehr möglich! Wegen der knappen Ressourcen geht
es schon lange nicht mehr um unser vertrautes Gesundheits-„wesen“,
sondern vielmehr um Gesundheits- „wirtschaft“.
Im bevorstehenden Bundestagswahlkampf haben die politischen Parteien deshalb
einen erbitterten „Richtungskampf“ mit dem Schwerpunkt Gesundheit/
Soziales/ Familie angekündigt.
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Juni
2005: Gesund trotz
Stress
Stress
ist zugleich Motor und Risikofaktor unseres Lebens.
„Stress muss sein!“, weil innere Anspannung zusätzliche Energien
freisetzt. Die Folge: wir werden leistungsfähiger und nehmen neue Herausforderungen
an. Ohne diesen positiven Stress würde sich gähnende Langeweile
breit machen. Ohne Stress wäre die Menschheit längst ausgestorben.
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Mai
2005: Hand auf's
Herz
Eine
Superpille mit sechs Substanzen, die das Risiko für Herz-Kreislauf Krankheiten
(KHK) dramatisch reduzieren soll, haben sich britische Epidemiologen ausgedacht.
Wohlgemerkt: eine solche Pille existiert nicht. Sie ist vorerst eine Hypothese,
die in klinischen Studien belegt werden muss.
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April
2005: Ernährung
Die „mediterrane Ernährungsweise“ hat
wissenschaftlich nachgewiesen, unbestreitbar günstige Auswirkungen auf
Koronare Herzkrankheiten, Diabetes mellitus, Bluthochdruck sowie Krebserkrankungen.
Zugleich hat die „mediterrane Ernährung“ eine hohe psychologische
Akzeptanz bei den Menschen, weil sie nicht mit dem negativ besetzten Begriff
„Diät“ in Verbindung gebracht wird, sondern mit den Prädikaten
„Geschmack“, „Genuss“ und „Urlaub“.
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März 2005: Asthma
und Allergien
Mit
Asthma leben heißt, seine Atemnot beherrschen.
Obwohl Asthma, chronische Bronchitis und Emphysem ganz unterschiedliche Atemwegserkrankungen
sind, haben sie eines gemeinsam: „man kriegt schlecht Luft“.
Alle drei Krankheiten sind chronische Erkrankungen, das heißt sie bleiben
meist lebenslange Begleiter. Deshalb ist eine disziplinierte und richtige
Behandlung zeitlebens wichtig. mehr
Februar 2005:
Frauengesundheit
Der „4. Männer- Gesundheits- Tag Bremerhaven“ im
Weser-Forum am 12.02.2005 war - wie bereits im Vorjahr - ein voller Erfolg.
Dafür danke ich allen Beteiligten ganz herzlich.
Das Thema des heutigen „GesundheitsForum“ ist planmäßig
die Frauengesundheit. Wegen der Gleichberechtigung – und auch, weil
es um das befriedigende Zusammenleben der Geschlechter geht. mehr
Januar
2005:
Männergesundheit
Bereits vor Jahren hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen,
dass Vorsorge und Behandlung von Männern in Zukunft immer wichtiger werden.
Ziel sei es, die Gesundheits- und Lebenserwartung des Mannes im 21. Jahrhundert
an die der Frau anzugleichen. mehr
Dezember
2004: Gesund Leben
Nicht wenige Zeitgenossen erleben das bevorstehende Weihnachtsfest als Zeit
der Krise.
An Krisen mangelt es nicht. In Deutschland, in Bremerhaven und „umzu“.
Krisen sollten jedoch nicht als Katastrophen verschrien werden. Krisen sind
Konsequenzen vorheriger Versäumnisse. Krisen sind die Quittung für
Unterlassungssünden in Wirtschaft und Politik, aber auch in unserem privaten
Erleben und Verhalten.
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November
2004: ...es geht um Ihre Gesundheit!
2004
hat sich vieles geändert. Zwar hat das „Gesetz zur Modernisierung
des Gesundheitssystems“ (GMG) nicht «Leben gekostet », wie
die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) vor Jahresfrist
vorhersagte. Die Prognose damals lautete: «Was scheinbar billig erscheint,
kommt den Bürger aber teuer zu stehen. Der bezahlt dafür mit seiner
Gesundheit.» So sprachen und sprechen nicht nur diejenigen, die Teil
des Problems sind. mehr
Oktober
2004: Pflege im Alter
Seit zehn Jahren existiert die Pflegeversicherung nun
schon als fünfte soziale Säule neben Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-
und Unfallversicherung.
Unsere bundesdeutschen Sozialsysteme sind ganz offensichtlich nicht krisensicher
und deshalb Gegenstand heftigen gesellschaftspolitischen Dauerstreites. Der
Slogan „Die Renten sind sicher“ sollte vor Jahren eine offenkundige
Unsicherheit besänftigen. mehr
September 2004: Sport und Gesundheit
Bewegung hält jung und
fit!
Regelmäßiger Sport ist eine Investition in Ihre Gesundheit, denn
Sie fühlen sich besser, sehen besser aus, Sie sind belastbarer und gewinnen
eine bessere Fitness.
Haben Sie sich bereits für eine Sportart entschieden? Eine Sportart,
die Ihnen Spaß macht?
Entscheiden Sie dann, wo Sie diesen Spaß erleben wollen: im Verein,
Fitness- Studio oder „privat“.
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August 2004: Rheuma und Osteoporose
Fitness
ist etwas Gutes, gar keine Frage. Diese Einsicht beschleicht uns nie stärker,
als wenn uns wieder einmal Rückenschmerzen plagen. Dann sind wir finster
entschlossen, bei Beschwerdefreiheit sofort mit Gymnastik zu beginnen. Meist
verflüchtigen sich die Vorsätze zusammen mit den Schmerzen.
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Juli 2004: Diabetes mellitus
Jahrzehntelang drückte sich die Politik um konfliktträchtige
Entscheidungen zur Reform des Gesundheitswesens. Aktuell ist der Streit um
Bürgerversicherung oder Prämiensystem. mehr
Juni 2004: Gesund trotz Stress
es klingelt, blinkt und piept an jeder Ecke. Mobiltelefon, Computer, E-Mail
und Fax machen es möglich: der Mensch von heute ist – fast –
immer erreichbar. Stressoren dringen in alle unsere Lebensbereiche ein. Stress
im Übermaß beeinträchtigt nachweislich langfristig Leistungsfähigkeit
und Lebensfreude und fördert Gesundheitsrisiken.
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Mai
2004: Hand aufs Herz
immer wieder erzählen Menschen in der Arzt - Praxis von „ihrem“
Herzinfarkt - und dem Leben danach. Alle erzählen sie von Hoffnungen,
einzelne auch von Enttäuschungen. Der Herzinfarkt ist das einschneidende
Erlebnis im Leben, er wird erlitten und erlebt. Das „letzte Warnsignal“,
ein „Fingerzeig Gottes“, wenn das Herz droht, seinen Dienst zu
versagen.
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April
2004: Ernährung - aber richtig
im Gesunden
hilft eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung viele Krankheiten zu
verhindern. Ungleich wichtiger ist es beim bereits erkrankten Menschen, eine
zusätzliche Belastung durch ungeeignete Ernährung zu vermeiden.
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März
2004: Asthma und Allergien
Sonnentage
sind „Leidenstage“ für viele von Ihnen. Allergien haben sich
zur Epidemie entwickelt. Wissenschaftler rätseln, warum immer mehr Menschen
unter Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis leiden. Viele Faktoren, angeborene
und erworbene, werden angeschuldigt. Beispielsweise steigt das Risiko für
Kinder, wenn ein Elternteil unter einer Allergie leidet. mehr
Februar 2004: Frauengesundheit
Millionen Frauen schlucken täglich Hormone – lebenslang! Von der
Menarche bis zur Menopause die „Pille“ (Ovulationshemmer), danach
Hormone gegen Wechseljahrbeschwerden. Die Zeiten, in denen nahezu jede Frau
in den Wechseljahren routinemäßig Hormone einnehmen sollte, gehören
endgültig der Vergangenheit an. Das ist das Ergebnis internationaler
Studien mit Namen wie WHI (Women's Health Initiative), JAMA, Million Women
Study, und andere.
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Januar
2004: Männergesundheit
seit Beginn dieses Jahres findet ein riesiger Feldversuch namens
„Gesundheits- Modernisierungs- Gesetz“ (GMG) unter dem Motto „Bittere
Pillen für alle!“ statt.
Die Kernfragen lauten: Was ist sozial gerecht? - Wie lässt sich Gerechtigkeit
unter den Bedingungen schrumpfender Finanzmittel sozial verträglich organisieren?
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Dezember
2003: Gesund leben
oft ist die Zukunft schon da, ehe wir ihr gewachsen sind.
Viele vergleichen die Realität von heute mit den Goldenen Zeiten von
früher, statt mit den Möglichkeiten von morgen. Das gilt, wie wir
in diesen Vorweihnachtstagen des Jahres 2003 erlebt haben, für viele
Politikfelder.
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November
2003: Rheuma und Arthrose
Millionen Menschen leiden an Rheuma und Arthrose. Viele aber leiden nicht
nur an ihrer schmerzhaften Krankheit, sondern sie leiden außerdem auch
an den Nebenwirkungen der dauerhaft eingenommenen „Rheumamittel“.
Zusätzlich werden häufig „Schmerzmittel“ genommen. Die
pharmalogischen Wirkweisen sind höchst unterschiedlich.
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Oktober
2003: Sport und Gesundheit
Ganzjährig schnaufen sie durch unsere Parkanlagen. Die Freizeitsportler.
Allzu oft tun sie des Guten zu viel, denn sie rennen übermäßig
schnell. Besonders gefährdet: Männer. Viele überfordern sich.
Vor allem, wenn sie in Gruppen laufen und sich dabei am Tempo anderer orientieren.
Richtig ist: jeder, der sich bewegt, ist einen Schritt weiter als der „Bewegungsmuffel“.
Mein Rat: lassen Sie es langsamer angehen.
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September
2003: Der gesunde Rücken
Schmerz ist ein sinnvolles biologisches Signal.
Der akute Schmerz warnt vor gesundheitlichen Gefahren und sorgt dafür,
dass beispielsweise durch Schiefstellung der Rücken geschont wird. Ist
die Gefahr gebannt, gehen die Schmerzen in den meisten Fällen vorüber.
Nicht so bei Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Chronischer
Schmerz macht das Leben unerträglich. Er kann die Persönlichkeit
zerstören.Nach Schätzungen der Deutschen Schmerzliga sind bundesweit
mindestens acht Millionen Menschen von chronischen oder immer wiederkehrenden
Schmerzen betroffen und deswegen in ärztlicher Behandlung.
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August
2003: Diabetes mellitus
Diabetiker können jetzt in ihrer Hausarztpraxis per Unterschrift zweimal
wählen!
Einmal erklären sie ihre Teilnahme am sogenannten „Disease Management
Programm“ Typ-2-Diabetes (DMP) und zum anderen können sie wie alle
anderen auch schriftlich Ihren persönlichen Hausarzt wählen! Zum
1. Juli 2003 veröffentlichte das Bundesgesundheitsministerium die gesetzlichen
Rahmenbedingungen zum „DMP“-Typ-2-Diabetes. Das gefällt nicht
allen, ist nun aber geltendes Gesetz. Diabetiker sind dabei Vorreiter.
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Juli
2003: Gesund trotz Stress
Wie man mit Belastungen im Alltag und im Beruf umgehen kann:
Anti-Stress-Puppen haben in Japan erstaunliche Verkaufserfolge: man kann auf
sie einschlagen und kriegt sie nicht kaputt. Ein Punching - Ball dürfte
die gleiche erleichternde Wirkung haben, wenn er auch den Stressfaktor Chef,
dem man im Boxring gegenüber stehen möchte, nicht ersetzen kann.
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Juni
2003: Asthma + Allergien
Mit Asthma leben heißt, seine Atemnot beherrschen lernen.
Obwohl Asthma, chronische Bronchitis und Emphysem ganz unterschiedliche Atemwegserkrankungen
sind, haben sie eines gemeinsam: „man kriegt schlecht Luft“. Alle
drei Krankheiten sind chronische Erkrankungen, das heißt sie bleiben
meist lebenslange Begleiter.
Deshalb ist eine disziplinierte und richtige Behandlung zeitlebens wichtig.
Langzeitbehandlungen aber sind andauernd und deshalb störanfällig;
eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt ist genau so
wichtig wie die – gegenseitige - Kontrolle. mehr
Mai 2003: Hand
aufs Herz
Todesanzeigen in der Tageszeitung sind uns vertraut. Fassungslos nehmen Menschen
Abschied von geliebten Angehörigen. Das Herz steht für die Liebe
und Zuwendung, der Kopf für die Reflexion. Schmerz zerreißt das
Herz, Gefühle der Trauer überwältigen die Hinterbliebenen.
Der Verstand sucht nach einfachen Antworten auf die drängende Frage „warum“?
„Plötzlich und unerwartet“ sei der Tod eingetreten –
so lesen wir immer wieder.
Zweifel ist angesagt. Denn nur selten kommt der Tod ohne medizinische, klinische
Vorgeschichte. Ursache sind zumeist „stille Krankheiten“, die
eine jahrelange Vorgeschichte haben. Das gilt nachweislich auch für die
Koronare Herzkrankheit - eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die
lange vor dem Auftreten von Beschwerden beginnt.
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März 2003: Männergesundheit
- ANTI-AGING - Medizin
Auch Männer werden älter…Männer entdecken zunehmend
ihre Gesundheit!
Der Androgenmangel des älteren Mannes wird mit diversen klinischen Zeichen
bzw. Krankheitsbildern in Verbindung gebracht: Osteoporose, veränderte
Körperzusammensetzung, Muskelmasse und Muskelkraft, nachlassende Sexualfunktion
(Libidoverlust, erektile Dysfunktion), allgemeine Leistungsschwäche,
chronische Müdigkeit und anderes.
Während die Hormonproduktion bei Frauen in den Wechseljahren vergleichsweise
abrupt endet, verringern sich die Sexualhormone beim Mann eher allmählich
über viele Jahre. Bei Potenzproblemen „kneifen“ Männer
oftmals. mehr
Februar 2003: Ernährung
Die ärztliche Kunst ist ein Handwerk, von dem man etwas verstehen
sollte.
Fraglich, ob ein jeder in Politik und Gesellschaft
dieses Kriterium erfüllt. Zweifel sind erlaubt.
Medizin war und ist Naturwissenschaft und Erfahrungswissenschaft
zugleich. Beide gehören zu unserem praktischen Alltag und speisen sich
dennoch aus verschiedenen Quellen. Im Einzelfall ergeben sich Widersprüchlichkeiten.
Medizin orientiert sich an der NORM und die Handlungslinien
verlaufen entlang den Organgrenzen. "Es gibt nur eine Medizin",
sagen manche Ärzte.Schon
der gesunde Menschenverstand legt nahe, dass Ernährungsnormen für
Männer, Frauen, Kinder nicht identisch sein können.
Unterschiedlich ist auch das geschlechtsspezifische
Ernährungsverhalten: Jungen bevorzugen Salz, Fett und Zucker, Mädchen
essen häufiger Obst und Gemüse. Männer verzehren mehr Fleisch,
Brot, Alkohol, Süßigkeiten. Frauen dagegen bevorzugen Obst, Gemüse,
Joghurt. Ihre Kost ist vitaminreicher und vielfältiger.
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