
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
Heute – endlich - ist Heiligabend, der 24. Dezember, das sehnlichst oder auch bang erwartete christliche Weihnachtsfest. Alljährlich bestimmt es unser Erleben und unser Verhalten. Auch neigt sich das Jahr 2008 seinem Ende zu. Eine intensive, stille Zeit! Eine Zeit der Besinnlichkeit. Und zugleich eine Verschnaufpause, bis im Neuen Jahr der Alltag wieder Einzug halten wird.
Finden Sie in diesen festlichen Tagen Ihren inneren Frieden. Lassen Sie sich von all dem kleinlichen Ärger nicht herunterziehen. Der Schlüssel zu Ihrem Glück liegt allein bei Ihnen – wenn Sie es nur zulassen.
Weihnachten – das ist eine Zeit der Besinnung.
Weihnachten ist die Zeit der intensiven Vorbereitungen, der Geheimniskrämereien,
der Gerüche, der Genüsse und der Besinnung. Deren Inhalte können
sehr unterschiedlich sein: etwa die Besinnung auf die christlichen Werte,
die persönliche Lebensgeschichte, die eigene zerronnene Kindheit. Dabei
wird uns die Vergänglichkeit des Lebens bewusst und in diesen Momenten
wird deutlich, dass der Wert des Zusammenlebens von besonderer Bedeutung ist.
Tradition spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie Bilder und Situationen der
Vergangenheit.
Weihnachten – das ist eine Zeit der Wünsche.
Weihnachten ist natürlich auch eine Zeit der materiellen Wünsche.
Menschen nutzen die Vorweihnachtszeit, um Geld auszugeben, das sie nicht haben,
für den Einkauf von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu
imponieren, die sie nicht mögen. Aber es sind nicht die Waren und werblichen
Versprechungen der Geschäfte, die uns erinnern lassen. Es sind Bilder
und Situationen und Gerüche, die uns an längst vergangene Zeiten
erinnern. Im Alter erwachen die Bilder der Vergangenheit, der eigenen Jugend.
Mit zunehmendem Alter erkennen wir alle unsere wahren Wünsche zunehmend
in den Bereichen Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen. Die Sehnsucht
nach einem Mehr an Zeit, Aufmerksamkeit, Ruhe, Klarheit wachsen. „Zuhören
können“ gehört dazu. Wer wartet heute noch Antwort ab, wenn
er eine Frage gestellt hat?
Weihnachten – eine Zeit der Stille und der Gelassenheit.
Weihnachtszeit bedeutet für viele eine Zeit der Hetze, der Hektik. Stöhnen
über ein zuviel an Stress. Momente der Stille finden wir allzu selten.
Gehen Sie am Deich spazieren, treffen Sie Freunde, genießen Sie ein
Glas Wein. Tun Sie, was Sie schon immer einmal tun wollten.
Weihnachten – auch eine Zeit der Bilanz.
Weihnachten und der Jahreswechsel sind Zeiten, Bilanz zu ziehen, sich zu erinnern,
ob die sehr persönlichen Wünsche und Vorstellungen realisiert und
eingelöst worden sind. Nicht immer wird die Bilanz nur positiv ausfallen.
Wir müssen begreifen lernen, dass die „gute, alte Zeit“ vorbei
ist. Wir müssen wieder lernen, mehr Verantwortung für uns selbst
und für Andere zu übernehmen. Die, denen es besser geht, müssen
begreifen, dass sie dem Nächsten verpflichtet sind. Die, die sich daran
gewöhnt haben, versorgt zu werden, müssen erkennen, dass sie für
die Gestaltung ihres Lebens selbst auch beitragen müssen. So gewinnen
wir wieder notwendige Gestaltungsmöglichkeiten.
Doch Menschen – wir alle - irren leider allzu häufig „unseren“
Regeln entsprechend.
Weihnachten – eine Zeit der Bescheidenheit.
Glück ist auch eine Frage der Bescheidenheit, die Fähigkeit, mit
dem Herzen zu denken. Genießen Sie die stillen Momente, wenn Kinderaugen
leuchten, wenn die Familie beisammen ist, wenn Sie und die Ihren gesund sind.
Es ist die Zeit des Redens und Schweigens, der Sehnsucht und des Wohlfühlens,
Zeit der Liebe und Hoffnung. Die Zeit für sich selbst – und für
Andere. Ich wünsche Ihnen von Herzen ein frohes Fest. Und ich wünsche
Ihnen, dass Sie Zeit für sich haben. Für ein gutes Gespräch.
Für einen lange nicht geschriebenen Brief. Und für das Neue Jahr
2009.
Frohe Festtage,
für Ihre Gesundheit alles Gute wünscht
Ihr Wolfgang Woynar

Gesund und erfolgreich ins Jahr 2009
Erfolg – beruflich und privat – hängt von Qualifikation und
Fleiß ab. Doch gerade unsere Lebensgewohnheiten spielen eine wesentliche
Rolle.
Kleine Sünden und schlechte Angewohnheiten summieren sich zu Karrierebremsen.
Wer ständig unter Stress steht, versucht an allen Ecken und Enden „Zeit“
zu sparen: man lässt Mahlzeiten ausfallen, bewegt sich zu wenig, greift
häufiger zur Zigarette.
Die Summe all dieser Faktoren führt dazu, dass das Gehirn nicht optimal
mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.
Manch einer arbeitet deshalb längst nicht so effizient und kreativ, wie
er/sie es bei einem gesünderen Lebensstil könnte. Wer beruflich
oder privat erfolgreich sein will, sollte regelmäßig Zeit in sich
und seine Gesundheit, sein Wohlbefinden investieren. Man ist sogleich leistungsfähiger
und belastbarer als jemand, der sich ständig auspowert. Jeder von uns
kann im Alltag vieles besser machen, um seine Ressourcen optimal zu nutzen.
Viele arbeiten auch am Wochenende und vernachlässigen dadurch Familie,
Sport, Hobbys und Freunde. Freizeitbeschäftigung und soziale Kontakte
aber sind wichtig für die Gesundheit. Wer sich nicht zwischendurch entspannt,
hat keine „Zeit“ seine Batterien wieder aufzuladen. Dauerbelastung
wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und die Lebenschancen aus.
„Arbeiten Sie oder werden Sie gearbeitet?“
Auch der Schlaf kommt häufig zu kurz. Bei Schlafmangel wird die Informationsverarbeitung
des Gehirns beeinträchtigt, mit der Folge, dass man sich an bestimmte
Dinge einfach nicht mehr erinnern kann oder mühsam gelernte Inhalte vergisst.
Fangen Sie an zu laufen, schwimmen, Rad fahren, zu spielen mit Ihrer Familie,
Ihren Freunden. Laufen Sie die Pfunde herunter. Jede Treppe ist eine Chance,
kein Hindernis. Wer läuft, isst bewusster: Essen
Sie vor allem weniger Fett. Machen Sie sich die schönsten Salate. Genießen
Sie, statt herunterzuschlingen. Gesunde Ernährung heißt nicht,
den Spaß am Essen zu verlieren. Geben Sie das Rauchen auf. Trinken Sie
weniger Alkohol, weniger Kaffee. Trinken Sie mehr Wasser – gegen das
Rosten der Gelenke und Knochen.
Lassen Sie sich regelmäßig durchchecken! Auf Herz und Nieren -
und wenn Sie gerade dabei sind: lassen Sie die Krebsfrüherkennung gleich
mitmachen!
Sie können Ihrem Leben auch im Jahr 2007 zwar nicht mehr Tage geben,
aber Sie können den Tagen mehr Leben geben. Bleiben Sie gesund!
Folgende Tipps helfen:
• Ausreichend schlafen: Schlaf optimiert Kurzzeitgedächtnis, Konzentration.
• Regelmäßig bewegen: Ausdauertraining verbessert Stresstoleranz
und Leistungsfähigkeit.
• Täglich gut frühstücken: ein Frühstück mit
Kohlenhydraten versorgt unser Gehirn mit Energie.
• Fünf mal am Tag“: fünf Portionen Obst oder Gemüse
machen geistig fit und schützen vor Stress.
• Hobbys pflegen: Freizeitbeschäftigungen sorgen für Entspannung
und machen energetisch wieder fit.
• Zeit für Freunde und Familie einplanen: gute soziale Kontakte
reduzieren Stress und stärken das Immunsystem.
Dr. med. Wolfgang Woynar
Arzt für Allgemeinmedizin
www.hausarztbremerhaven.de
Tradition Weihnachtsschmaus
Weihnachten wird besonders reichhaltig getafelt. Hierzulande gehören
vor allem Gans und Karpfen sowie Lebkuchen und Christ- Stollen auf den Teller.
Was dieses aus medizinischer Sicht bedeutet, wissen nur wenige.
Beim Weihnachtsschmaus geht es traditionell um Sinnesfreuden und religiöse
Bezüge,
aber auch um Volksmedizin: viele Weihnachtsspeisen haben eine Bedeutung als
Wunder-
und Heilmittel.
Wie etwa die Weihnachtsgans mit Rotkohl. Die Weihnachtsgans hat sich schon
deshalb als Festtagsschmaus durchgesetzt, weil sie alles liefert, was man
an kalten Wintertagen braucht: nämlich reichlich Energie. Die Gans hat
mit 31 Prozent den größten Fettanteil unter den Geflügelsorten
überhaupt. Früher machte man aus ihrem Schmalz zudem Heilmittel
gegen Schnupfen und andere
wintertypische Infekte. „Gänseschmalz wiegt mehr als alles Geld
der Welt.“
Die traditionelle Beilage Rotkohl passt geschmacklich sehr gut zur Gans und
ergänzt sie auch mit Nährstoffen. Rotkohl ist reich an Folsäure
sowie den Vitaminen C und E, darüber hinaus enthält er Ballast-
und Gerbstoffe, die positive Wirkungen auf unsere Blutfettwerte haben.
Auch der Karpfen ist trotz seines immensen Fettgehalts als Hauptspeise aus
medizinischer Sicht zu befürworten. Denn neben hochwertigem und leicht
verdaulichem Eiweiß enthält er mehrfach ungesättigte Fettsäuren
für den Schutz der Blutgefäße, sie können sogar den Blutdruck
positiv beeinflussen. Allerdings enthält Karpfen als Süßwasserfisch
keine nennenswerten Mengen an Jod.
Bockwurst mit Kartoffelsalat hat eine eher eine junge Tradition.
In der deutschen Nachkriegszeit war man heilfroh zu Heiligabend ausnahmsweise
etwas Besseres als dünne Suppe und Brot zu haben.
Nicht wenige Familien halten bewusst an diesem Brauch fest.
Lebkuchen wird aus medizinischer Sicht vor allem dann wertvoll, wenn er mit
reichlich Zimt zubereitet wurde. Denn das Gewürz senkt den Blutzuckerspiegel.
In der ohnehin „süßen“ Weihnachtszeit ist Zimt genau
das Richtige.
Der Christ-Stollen mit seiner über 700 Jahre alten Tradition wird als
„ein Symbol für das gewickelte Christkind“ gedeutet. Mediziner
dagegen sehen im Stollen in erster Linie eine Süßigkeit, die man
in Maßen genießen sollte. Rosinen und Korinthen enthalten zwar
reichlich Ballaststoffe und Kalium. Der Zuckergehalt aber kann sich hinsichtlich
der Kalorienzahl durchaus mit der Weihnachtsgans messen.
Weihnachten wissenschaftlich
Kein anderes Fest „berührt“ so ambivalent wie Weihnachten.
Weihnachten provoziert Gefühle, sowohl pure „Harmonie“ und
„Liebe“ als auch „Ängste“ und „Horror“.
Ein kollektives Gefühlschaos ist natürlich ein wahres Festmahl für
Soziologen und Psychologen. Ein bisher von der Wissenschaft kaum beachtetes
Gebiet. Gewissermaßen eine Forschungslücke. Die Antworten auf Fragen
wie „Wie feiern Sie Weihnachten?“, „Sind Sie Weihnachten
alleine?“ oder „Wissen Männer, was Frauen sich wünschen?“
ergeben jedoch ein recht traditionelles Bild. Überwiegend wird Weihnachten
mit festlichem Essen, Geschenken und entsprechender Wohnungsdekoration gefeiert.
Weniger beliebt sind hingegen der gemeinsame Kirchgang, Musizieren, Singen,
Gesellschaftsspiele oder gar gemeinsames Fernsehen. „Weihnachten alleine!“
Für die meisten ist das eine sehr „traurige“, eine „schreckliche“
oder „deprimierende“ Vorstellung.
Beinahe alle Menschen schätzen die Familie zum Fest als „sehr wichtig“
ein.
Was wünschen sich Frauen und Männer? Frauen wünschen sich eher
eine Reise, eine Oper-, Theater-, Kino- oder Restaurantbesuch oder ideelle
Dinge wie Zufriedenheit, Gesundheit und Glück. Männer dagegen mehrheitlich
Geschenke aus dem Bereich Hobby, Medien und Spiele.
Das Weihnachtsfest wird überwiegend als harmonisch, feierlich und besinnlich
empfunden.
Gedanken zum Weihnachtsfest
Für Kinder ist das Weihnachtsfest der absolute Höhepunkt des Jahres.
Denn zu Weihnachten stehen sie im Mittelpunkt. Beschenken Sie Ihre Kinder
mal wieder mit "Qualitätszeit" zu stressfreiem Kuscheln, Spielen
oder Erzählen, bei dem die Kinder Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit genießen
können.
Für Erwachsene gilt Ähnliches.
Viele haben schöne Kindheitserinnerungen und versuchen, es für ihre
eigenen Kinder mindestens genau so schön zu inszenieren. Menschen, die
weniger angenehme Kindheitserinnerungen an Weihnachten haben, wünschen
sich oft zum Ausgleich eine ganz besonders harmonische Feier mit allem Drum
und Dran. Andere wiederum stehen dem ganzen „Brimborium“ eher
ablehnend oder gleichgültig gegenüber. (Weihnachtsgeschenke machen
im Einzelhandel bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes aus). Aber man kann
die gewünschte Stimmung weder erzwingen, noch sich dem unerwünschtem
Trubel völlig entziehen. Weihnachten als Kommerzspektakel findet schon
früh im Jahr statt. Der „Terror“ steigert sich in der Adventszeit.
Dennoch bleibt Weihnachten ein religiöses Fest. Weihnachtsbräuche
bestimmen unser Familienleben. Nicht immer kann die liebe Familie halten,
was man sich zum Fest der Liebe verspricht. Oft führen der Vorbereitungsstress
und ein übervolles Festtagsprogramm zu unvermittelt heftigen Konflikten.
Familien sollten daher gemeinsam klären, was jedem Einzelnen an Weihnachten
wichtig ist. Denn wer Traditionen pflegt und weiterentwickelt, sie an die
veränderten Bedürfnisse aller anpasst und genug Freiräume zur
Entspannung lässt, kann sich auf ein entspanntes Weihnachtsfest freuen.
Unsere abendländische Kultur ist untrennbar mit dem Christentum
verbunden.
Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Christen, sondern der gesamten westlichen
Welt - auch für Ungläubige. Erlauben Sie sich und jedem Einzelnen
Ihrer Familie, sich zugehörig zu fühlen und von den Ritualen und
Inhalten so viel oder wenig zu glauben, wie jeder es möchte. Freuen Sie
sich und feiern Sie gemeinsam. Lesen Sie, besuchen Sie einen Gottesdienst
und lassen Sie viel Ruhe zu.
Jede und Jeder hat seine eigenen Erwartungen an den Ablauf, die Geschenke und die Stimmung. Aber weihnachtliche Gefühle oder harmonische Familienbeziehungen stellen sich nicht nach Terminplan ein. Die Vorstellung, man könne die erwünschten Gefühle durch eine möglichst perfekte Vorbereitung garantieren, führt fast immer zu Enttäuschung. Oft entstehen Konflikte allein schon dadurch, dass Menschen, die im Alltag eher getrennte Wege gehen, plötzlich zu lange zu eng aufeinander sitzen. Überfordern Sie weder sich noch andere. Machen Sie freundliche Angebote, aber nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Menschen andere Vorstellungen und Wünsche haben als Sie. Wenn Sie einander während der Feiertage erlauben, je nach Belieben Zeit zusammen oder allein zu verbringen, haben Sie beste Chancen auf ein freiwilliges, friedliches und fröhliches Miteinander.
Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit und der inneren Einkehr.
Viele Menschen haben das Bedürfnis, zur Ruhe zu kommen und über
das vergangene Jahr nachzudenken. Dabei geht es gar nicht immer nur um eine
kritische Bilanz. Vielleicht möchten Sie nur einmal darauf zurückblicken,
worüber Sie sich besonders gefreut haben, was Ihnen wichtig geworden
ist, wem Sie danken oder mal wieder einen lieben Brief schreiben möchten.
Nehmen Sie sich Zeit für Beziehungen, für Gespräche. Hören
Sie Menschen aufmerksam zu, die viel jünger oder viel älter sind
als Sie selbst, und lassen Sie sich von dem berühren, was sie Ihnen von
sich erzählen. Finden Sie Ihre Mitte, seien Sie ganz nahe bei sich selbst.
Weihnachten mal anders
Unbedingt sollten Sie Ihre Festtage nach Ihren eigenen Bedürfnissen gestalten.
Wie möchten Sie am liebsten feiern? Wie können Sie sich Ihren Wunsch
innerhalb Ihrer derzeitigen Möglichkeiten erfüllen? Lassen Sie nichts
unversucht und probieren Sie ruhig mal etwas Neues aus.
Vielleicht lautet Ihr größter Wunsch für die Weihnachtstage:
„Einfach mal nichts müssen!“ Nehmen Sie sich die Freiheit,
es sich in Ihrer vertrauten Umgebung ungestört gemütlich zu machen.
Empfangen Sie keinen Besuch, gehen Sie nicht aus, lassen Sie Radio und Fernseher
ausgeschaltet. Tun Sie, wozu Sie Lust haben – möglichst ohne andere
zu stören. Lesen Sie im Bett so lange Sie Lust haben, baden Sie bei Kerzenschein,
hören Sie mit geschlossenen Augen schöne Musik. Wenn Sie eine Familie
haben: Genießen Sie Ihre eigene natürliche Spontaneität genau
so wie die Ihres Partners und Ihrer Kinder. Lassen Sie sich treiben, lachen
und spielen Sie so zwanglos wie möglich. Versuchen Sie, innerlich mal
richtig loszulassen.
Immer mehr Deutsche entfliehen dem Trubel und Nieselwetter in die Sonne. Wem es mehr um das Aussteigen als um das Klima geht, kann sich alternativ mit netten Leuten in einer abgeschiedenen Alpenhütte zurückziehen oder sich mit befreundeten Familien ein dänisches Ferienhaus mit Swimmingpool teilen. Natürlich müssen Sie niemanden um Erlaubnis fragen, doch sollten Sie Ihren Angehörigen ausreichend Zeit geben, unabhängig von ihnen neue Pläne zu machen.
Was tun, wenn ein Geschenk nicht gut ankommt?
Wenn Sie etwas verschenken, sollten Sie sich klar machen, dass ein Geschenk
eine Liebesgabe ist. Liebe ist keine Leistung und fordert keine Gegenleistung.
Sie dürfen sich wünschen, dass der andere sich darüber freut,
aber sie können es nicht von ihm verlangen oder ihm gar einen Vorwurf
machen, wenn er es nicht tut. Was letztlich zählt, ist das Motiv, dem
anderen von Herzen eine Freude machen zu wollen. Bedanken Sie sich für
jedes Geschenk mit einem netten Kommentar, um die Geste des Schenkens zu würdigen.
Unterstellen Sie in jedem Fall, dass der Schenkende Sie erfreuen wollte, auch
wenn es ihm nicht gelungen ist. Bieten Sie einen möglichen Umtausch an,
wenn Sie etwas verschenken, aber erwarten Sie dies nicht von anderen. Signalisieren
Sie, dass Ihnen eine liebevolle Beziehung zueinander wichtiger ist.
Insbesondere Frauen reiben sich oft erschreckend auf. Vor allem die eigenen Phantasien von Harmonie und Vollkommenheit der sprichwörtlichen hausfraulichen Tugenden machen vielen zu schaffen. Die Angst, zu versagen. Dabei spielen Traditionen ebenso eine Rolle wie die oft verklärte Erinnerungen an eigene Kindheitserlebnisse. Dabei ist doch "Ein harmonisches Weihnachtsfest ist immer eine gelungene Teamleistung". Die entscheidende Fragen lautet: mit WEM will ich WIE feiern, und WAS will ich feiern? Was kann ein jeder beitragen? Wichtig ist, dass kein Familienmitglied die Festvorbereitungen alleine bestimmen sollte. Denn alle verbinden mit dem Weihnachtsfest etwas sehr individuelles. (auch von auswärts anreisenden Familienmitglieder würden vielleicht gerne eine Aufgabe übernehmen)? Toleranz und gegenseitiges Verstehen erleichterten die Festvorbereitung enorm Das ist nur möglich, wenn jede/r vor dem Fest und während der Festtage genügend Freiraum hat. Wer es schafft sich eine Kerze anzuzünden, in Ruhe zu lesen, Musik zu hören, kann sich besser auf das Fest einstimmen. Sie können sich so manchen Kummer ersparen, wenn Sie akzeptieren, dass Alltagsstreit auch an Feiertagen völlig normal ist. Gerade dann, wenn mehr Nähe, mehr Zeit als sonst üblich, zudem hohe Erwartungen hineingeraten, kommt es leicht zu Anspannung und Streit. Diese Zusammenhänge machen leider auch vor Weihnachten nicht halt. "Ausgerechnet zu Weihnachten" heißt es meist, wenn Familienkonflikte aufkommen.
In der Weihnachtszeit nehme ich immer so viel zu!
Es ist fast unmöglich, sich wochenlang zusammenzureißen, wenn zu
Hause und am Arbeitsplatz immer leckere Plätzchen herumstehen und während
der Feiertage Schlemmermenüs verführen und köstliche Weine
locken. Wenn Sie zwischen den Jahren wieder normale Mengen zu sich nehmen,
sich viel bewegen und nach 18 Uhr nichts mehr essen, sind Sie überschüssige
Weihnachtspfunde bis Anfang Januar wieder los. Nicht vergessen: legen Sie
eine mindestens vierwöchige Alkoholpause ein.
Ich wünsche Ihnen stressfreie Weihnachtstage.
